06 Dezember 2012 | Lokales

Streit um Kunstausstellung

Swakopmund - "Wir würden uns niemals in die Arbeiten eines Künstlers einmischen oder Veränderungen vorschlagen, um auf eine Zensur zu verweisen", teilte die Swakopmunder Kunstvereinigung jetzt schriftlich mit. Die Vereinigung hat sich zu Vorwürfen geäußert, die in den vergangenen Tagen in den Medien aufgetaucht sind.

Hintergrund der Angelegenheit ist die geplante Kunstausstellung von Imke Rust. Diese will mit ihrer jüngsten Soloausstellung unter dem Titel "... and I sensed an infinite scream passing through the Namib" auf die Situation angesichts der steigenden Zahl von Bergbau- und Industrie-Aktivitäten im Küstenbereich aufmerksam machen. In einer Erklärung teilt sie mit, dass sie die Bedenken der Öffentlichkeit hervorhebt.

Die Kunstvereinigung hatte sich nach eigenen Angaben gegen die Ausstellung in der Woermann-Galerie entschieden und dies wie folgt begründet: "... durch eine unsachliche und wissenschaftlich fragwürdige Kampagne gegen den wirtschaftlich für Namibia wichtigen Uranabbau (...) ist die Debatte politisch belastet". Jetzt heißt es in der Erklärung der Kunstvereinigung: "Im Nachhinein sieht das Komitee ein, dass diese Aussage ein Fehler war, weil die Formulierung bedauerlich ist und der angegebene Grund vollkommen irrelevant mit unser Entscheidung ist."

Die Angelegenheit ist allerdings ausgeartet: Nachdem eine Tageszeitung über das angebliche "Verbot eines Künstlers" berichtet hatte, hat der Fotokünstler Tony Figuera seine Ausstellungseröffnung in der Woermann-Galerie kurzerhand abgesagt. Figueras Kunstausstellung sollte ursprünglich am vergangenen Samstag eröffnet werden, allerdings hat er einen anderen Ausstellungsort gesucht und diese Entscheidung mit "der Einstellung der Kunstvereinigung" begründet, die er "inakzeptabel" finde und sich daher "nicht mit dieser assoziieren" wolle.

Die Kunstvereinigung erwägt indes rechtliche Schritte gegen zwei Zeitungen, da deren Berichte "erheblichen finanziellen Schaden für die gemeinnützige Organisation verursacht haben, die ums Überleben kämpft". "Nie hat einer der beiden Journalisten um eine Stellungnahme der Kunstvereinigung ersucht. Binnen einer Woche ist eine normale Entscheidung von vor fünf Monaten derart ausgeartet, dass die Kunstvereinigung als Nazi-Organisation abgestempelt wurde, die dem Image von Namibia schadet und Menschenrechte verletzt", heißt es.

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