18 Oktober 2019 | Verkehr & Transport

Straßensanierung auf Süden ausgeweitet

Privatmann will bis zu eintausend Kilometer Schotterstraßen planieren

Viele Schotterstraßen im Südwesten des Landes, vor allem zwischen Solitaire und Sesriem, sind in einem besonders schlechten Zustand. Daher hat der Privatmann Chris Theron sein erfolgreiches Straßensanierungsprojekt ausgeweitet – und will insgesamt bis zu 1000 Kilometer sanieren.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund

„Es kommen fast täglich neue Straßenabschnitte hinzu, die wir aufrüsten müssen. Viele Straßen sind in einem schlechten Zustand“, sagte Chris Theron gestern im Gespräch mit der AZ und ergänzte: „Das Süden-Projekt ist gewaltig.“ Im Juli hatte der bekannte Namibier das sogenannte Etoscha Noodprojek ins Leben gerufen und dank Geldspenden aus der Öffentlichkeit etliche Straßenabschnitte im dem Park auf Vordermann gebracht.

„Das Projekt ist sehr erfolgreich. Sobald die Straßenhobel des Umweltministeriums wieder einsatzbereit sind, wird auch unsere letzte Maschine aus dem Park in den Süden geschickt“, sagte er weiter. Denn ihm zufolge sind unzählige Straßen südlich von Walvis Bay marode, besonders die C19 zwischen Solitaire und Sesriem und die C24 (M47) zwischen Rehoboth und Bullsport.

Seit dieser Woche seien daher auf den „kritischen Abschnitten“ sechs Straßenhobel im Einsatz. Jene würden – wie im Etoscha-Park – abends lange Abschnitte gleichzeitig planieren. „Dadurch werden viele Kilometer schnell repariert“, sagte Theron. Auf bestimmten Strecken reiche das Planieren nicht mehr aus – hier müsse erneuert bzw. wieder aufgebaut werden. Insgesamt will Theron „zwischen 800 und 1000 Kilometer“ auf Vordermann bringen.

Über die Initiative ist die Straßenbehörde (RA) dankbar, denn auch die Straße zwischen Walvis Bay und Solitaire C14 sei stark befahren, sagte RA-Sprecherin Hileni Fillemon auf Nachfrage der AZ. Derzeit schätzt die Behörde das Verkehrsvolumen auf dieser Strecke auf 200 Fahrzeuge am Tag. „Leider gibt es besonders sandige Straßenabschnitte auf der Strecke. Wenn die RA die Straße planiert, verwandeln sich einige Abschnitte nach nur ein paar Tagen wieder in eine Riffelung“, erklärte sie. Aus diesem Grund werde die Straße „häufig“ planiert – was allerdings nicht ausreiche.

„Den Einsatz Therons finde ich sehr gut und es ist lobenswert, dass er diese Initiative ergriffen hat“, sagte Gitta Paetzold, Geschäftsführerin des Gastgewerbeverbandes (HAN), der AZ. Auch sie habe mehrere Beschwerden über die Straßenverhältnisse von Mitgliedern bekommen. Doch nicht nur bei Sesriem und Solitaire, einer begehrten Touristenroute, seien die Straßenbedingungen alles andere als gut. „Wir haben auch schon gehört, dass einige Tour-Unternehmer Twyfelfontein wegen der schlechten Straßen nicht mehr anfahren möchten, was besorgniserregend ist“, sagte sie. „Ein derartiger Einfluss auf unseren Tourismus ist sehr bedauerlich. Genau deshalb ist es gut, wenn der Privatsektor aktiv wird.“

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