31 August 2009 | Leserbriefe

Stolz auf andere Dinge lenken

Ich will sicherlich niemandem verbieten, stolz auf seine Herkunft, Vorfahren oder Sonstiges zu sein. Für mich ist es jedoch sehr fragwürdig, dies am Denkmal des Südwester Reiters festzumachen. Der Stolz auf gerade dieses Symbol zeugt meiner Meinung nach von völliger Ignoranz der tatsächlichen geschichtlichen Ereignisse und von einem Mangel an nötiger Intelligenz. Stolz auf Symbolik der Unterdrückung und kriegerischen Handlungen sollte doch eigentlich ebenfalls nur noch in Geschichtsbüchern zu finden sein.

Wir könnten doch einmal anfangen wenigstens zu versuchen, aus der Geschichte zu lernen und unseren Stolz auf edlere Eigenschaften lenken. Ich jedenfalls habe es satt, als Deutscher überall mit einem Volk in Verbindung gebracht zu werden, von dem man aus der Geschichte nur die herausragende Beherrschung der Kriegskunst würdigt. Wir Deutschen haben doch sicherlich genügend Werte, herausragende Persönlichkeiten des Friedens und guten Willens, auf die man seinen Stolz richten könnte.

Nebenbei bemerke ich, dass Schulkinder noch recht viel über die schlimmen Geschehnisse der jüngeren deutschen Geschichte lernen und eine Chance bekommen, diese Fehler nicht zu wiederholen - ohne dass die Notwendigkeit besteht, beispielsweise Hitler-Statuen wieder aufzustellen.

Bitte nicht falsch verstehen: Gegen das Gedenken an die Geschichte und gefallene Soldaten, gleich welcher Herkunft oder welchen Krieges, habe ich überhaupt nichts. Denn diese waren und sind immer die geblendeten Opfer als Spielball und Kanonenfutter für die jeweiligen Regierungen. Getötet und gestorben wird doch in den allen Kriegen umsonst.

Der Reiter wäre auch in einem Museum sicherlich gut aufgehoben.

Arno Nuehm, Windhoek

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