31 Dezember 2012 | Polizei & Gericht

Stillschweigen zur Wilderei

Swakopmund/Opuwo - Der 42 Jahre alte Tjetuura Uapungua Tjiumbua ist am vergangenen Donnerstag vor dem Magistratsgericht in Opuwo dem Haftrichter vorgeführt worden - der Vorwurf lautet: Jagd auf geschütztes Wild. Der Namibier mit Ovahimba-Herkunft soll zusammen mit mindestens zwei Komplizen die Nashornkuh erlegt haben (AZ berichtete). Er bleibt in Untersuchungshaft, der Prozess wurde zwecks weiterer Ermittlungen auf den 10. Januar 2013 vertagt.

Weitere Details zu diesem Fall der Nashorn-Wilderei gibt es derzeit kaum. Bernd Brell von dem Rettet-die-Nashörner-Fonds (Save the Rhino Trust, SRT) bestätigte auf AZ-Nachfrage lediglich einen Fall der Wilderei und sagte, dass eine Spitzmaulnashornkuh erlegt worden sei. "Wir können keine weiteren Informationen geben, weil es die Ermittlungen kompromittieren könnte", sagte er und verwies die AZ an das zuständige Umweltministerium für weitere Informationen. Dort war allerdings niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Laut dem Vize-Polizeiregionalkommandant der Kunene-Region, James Nderura, hat die Polizei nach einem anonymen Hinweis Tjiumbua in diesem Zusammenhang befragt. Er soll später die abgetrennten Hörner an die Polizeieinheit für Geschützte Ressourcen übergeben haben. Offenbar wurde die Tatwaffe, das Kaliber ist unbekannt, ebenfalls bei dem Verdächtigen gefunden. Die beiden Hörner seien somit sichergestellt worden und würden nun als Beweismittel vor Gericht dienen. Ob die Polizei noch weiteren Verdächtigen auf der Spur ist, wollte Nderura auf AZ-Nachfrage nicht bekanntgeben. Aus zuverlässiger Quelle hat die AZ erfahren, dass die Polizei in diesem Zusammenhang nach mindestens zwei weiteren Verdächtigen fahndet.

Im Internet hat sich unterdessen die Nachricht des ersten Falls von Nashorn-Wilderei in Namibia in diesem Jahr rasant verbreitet. Die Schwarze Nashornkuh wurde laut Angaben am 21. oder 22. Dezember erlegt. Offenbar wurde das Nashorn nördlich und knapp außerhalb des Palmwag-Konzessionsgebiets gewildert. Aus zuverlässiger Quelle hat die AZ erfahren, dass das Kalb der Kuh auf dem Weg zu einem Naturschutzgebiet verendet ist. Es sollte mit der Flasche großgezogen werden.

Laut der Nachrichtenagentur Nampa haben die beiden Hörner einen Marktverkaufswert in Höhe von 500000 Namibia-Dollar. Der Verdächtige muss laut dem Wildereigesetz nach einem Schuldspruch mit einer Geldstrafe in Höhe von 200000 Namibia-Dollar und/oder 20 Jahren Gefängnis rechnen.

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