30 Dezember 2004 | Kommentar

Stets riskant

Die Staatsführung - ganz gleich unter welcher Hoheit - hat die Tiergesundheit in Namibia seit Beginn der Kolonialära stets ernst genommen. Pferdesterbe, Rinderpest, Milzbrand, Maul- und Klauenseuche und im jüngsten Fall Schweinepest haben die Landwirtschaft und den Züchter zu verschiedenen Zeiten heimgesucht.

Die kaiserliche Verwaltung hat um die Jahrhundertwende 1900 bereits das Bakteriologische Institut von Gammams in Windhoek gegründet. Das staatliche Veterinärlabor des Landwirtschaftsministeriums, private Tierärzte und die Gesundheitsinspektoren von Meatco wachen über die Normen, die nicht nur den hiesigen Verbraucher schützen, sondern die auch den Status von Namibia als Fleischexportland aufrecht erhalten.

Für die Eigentümer insbesondere und für Landwirtschaft insgesamt ist es besonders schmerzlich, wenn ein Seuchenfall auftritt, bei dem es keine andere Wahl gibt, als den gesamten Tierbestand einer Art in einem Betrieb zu vernichten. Das Ansehen und die Produktivkraft der namibischen Landwirtschaft werden wiederholt von natürlichen unvorhersehbaren Faktoren bedroht. Die Branche ist aus Erfahrung darauf vorbereitet.

Deshalb sollte die Regierung selbige Branche nicht noch mit vorsätzlichen Unwägbarkeiten und Drohgebärden in der Landreform belasten. Das Jahr 2005 wird ohnehin zur Herausforderung.

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