14 November 2017 | Lokales

Städtische Evaluierung ist fair

Entgegen dem generellen Aufschrei verzeichnet die Stadt kaum Beschwerden

In Windhoek ist gestern die Frist für Beschwerden seitens der Einwohner gegen die von der Stadt festgestellten Evaluierungen privater und öffentlicher Grundstücke und derer Verbesserungen verstrichen. Die WRRA empfindet das Evaluierungssystem indessen als fair und gerechtfertigt.

Von Frank Steffen, Windhoek

Ende Oktober 2017 gab die Stadt bekannt, dass die Grund und Boden-Evaluierungsresultate aus dem Jahre 2015 für 21 Tage zur Einsicht bei der Stadt ausliegen. Einige Windhoeker Einwohner waren sehr erbost über Wertzunahmen von bis zu 50%, die ihnen in Zukunft berechnet werden sollen.

„Dies ist nicht die erste derartige Übung die ich mitmache und jedes Mal gibt es Einwohner, die nur die Überschrift unserer Mitteilung lesen und sich sofort beschweren, dass die Stadt ihnen Geld abnehmen will“, erklärte Pressesprecherin Lydia Amutenya gestern der AZ. Sie habe Verständnis für die Sorge der Grundstückseigentümer, könne sie aber beruhigen, denn „der Stadt liegt nicht daran, 50% mehr an Einnahmen zu kassieren.“

Ähnlich sieht das Freya Lund von der Windhoeker Einwohner- und Steuerzahlervereinigung WRRA: „Die Leute beschweren sich sofort und informieren sich erst danach. Die Mitgliedschaft der WRRA ist in dieser Zeit in die Höhe geschossen, aber ich habe nur sehr wenige berechtigte Beschwerden empfangen, denn die Werte entsprechen der Realität. Städtische Abschätzungen entsprechen natürlich niemals dem Marktwert.“

Amutenya sowie Lund bestätigten, dass das Evaluierungs-System der Stadt oft missverstanden wird. „Die vorige Abschätzung grundiert noch auf einer Aufnahme aus dem Jahre 2011. Dabei weigern sich einige Hausbesitzer die inzwischen vorgenommenen Erweiterungen in Acht zu nehmen und ignorieren auch die Inflation der vergangenen Jahre“, betonte Amutenya und versicherte, dass die Einnahme im Budget mit 15% erhöht wurde und dieser absolute Betrag nun im korrekten Verhältnis vom Steuerzahler verlangt wird.

„Die Stadt verlangt nicht 50% mehr an Steuern, denn wenn die neuen Werte eingetragen werden, vermindert die Stadt den Steuersatz“, erklärt Lund von der Bürgerinitiative und zeigt in ihren Aufzeichnungen, dass die Formel bspw. im Jahre 2003 durchschnittlich mit 12% gesenkt wurde. „Ich sage immer: ‚Der Faktor ist simpel gesagt die geplante Haushaltseinnahme geteilt durch den Wert der totalen Grundstücke und Verbesserungen' und das ist was hier passiert“, führte Lund ferner aus.

Laut Amutenya werden die Evaluierungsrolle und knapp 20 Beschwerden am 22. November dem Gericht zum Beschluss vorgelegt. Beamtenfehler können selbst später noch korrigiert werden, aber am Prinzip ist dann nicht mehr zu rütteln.

Lund erklärte, dass Abteilungsleiter Isaac Hendjala Veränderungen wegen Pfannenstielen, Servituten und Rivieren auf dem Grundstück sofort vorgenommen habe. So auch aus Aschesteinen erbaute Wohnungen und meint, dass die meisten Besitzer eben nur die 15% Erhöhung spüren werden.

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