09 September 2011 | Wirtschaft

Start für Mammut-Projekt

Windhoek - Der symbolische ersten Spatenstich markierte am Donnerstagnachmittag den Start für das Großprojekt auf einer Fläche von 220000 m2 in Nachbarschaft zu Metro und Food Lovers Market im Stadtteil Kleine Kuppe. Investor ist ein Joint Venture aus Demashuwa und Frontier Property Trust.

Der 1. Bauabschnitt beinhalte nach Angaben der Entwickler den Bau eines Riesen-Einkaufszentrums mit ca. 50000 m2 Verkaufsfläche (zum Vergleich: Wernhil Park hat ca. 39000 m2) unter dem Namen "The Grove". Als Mieter habe man bereits den Supermarkt Checkers an Bord, auch Game wolle sich hier mit einem neuen Kaufhaus ansiedeln, während ein weiterer Ort für das bestehende Kaufhaus in der Innenstadt gesucht werde, verriet Desmond Howard vom Architekturbüro Howard & Chamberlain (Windhoek) auf AZ-Nachfrage.

Howard berichtete, dass man anfangs - vor 2,5 Jahren - lediglich mit 18000 m2 Verkaufsfläche geplant habe und das Projekt dann "basierend auf dem Interesse des Einzelhandels" immer weiter gewachsen sei. Nun sei man bei der genannten Größe und 120 Geschäften angekommen, wobei Howard Wert darauf legte, dass namibische und ausländische Mieter in dem Einkaufszentrum einen entsprechenden Branchenmix böten. "Die Entwicklung im Umfeld ist phänomenal", führte Howard mit Verweis auf das Baugeschehen und die Ansiedlungen aus, die ein Erfolgsfaktor für das Zentrum darstellten. Doch auch auf dem Gelände selbst soll Wohnen möglich sein. In weiteren Bauabschnitten sollen hier ein Hotel (100 Zimmer), Büros, ca. 600 Wohneinheiten, Freizeiteinrichtungen (z.B. Fitnessstudio) und ein medizinisches Zentrum entstehen. Das Architekturbüro spricht zudem von "über 3000 Parkplätzen".
Während für den 1. Bauabschnitt zwei Jahre und ca. 1,1 Milliarden N$ veranschlagt sind, schätzt der Architekt die Bauzeit für die weiteren Projekte auf drei Jahre und die Kosten auf weitere ca. 500 Millionen N$. Der Baufortschritt sei nicht zuletzt von der Finanzierung abhängig, so Howard. Auf AZ-Nachfrage erklärte er, dass die Finanzierung etwa zu 30% aus Eigenkapital von Frontier Property Trust sowie durch Kredite bewerkstelligt werde, wozu man mit drei Banken im Gespräch sei.

Bürgermeisterin Elaine Trepper zeigte sich zurückhaltend begeistert von diesem Projekt. "Ich unterstütze das, weil es nicht nur Platz für Handel bietet, sondern auch Wohnraum entsteht, denn Windhoek wächst weiter", sagte sie auf AZ-Nachfrage. Sie habe sich gewünscht, dass andere Unternehmen und Marken im Einkaufszentrum untergebracht werden, als jetzt schon in der Stadt vorhanden sind.

Die Entwickler machen ihre Berechnungen auf Grundlage von Statistiken, wonach Windhoek ca. 450000 Einwohner und knapp 23500 Haushalte mit "mittlerem bis höheren Einkommen" habe. Laut einer Studie liege der Bedarf für Einzelhandel im Jahr 2015 bei ca. 350000 m2, wonach es eine Lücke von rund 68000 m2 gebe.

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