29 April 2010 | Politik

Stammesführer machen mobil

Windhoek - In einem bisher beispiellosen Vorgang hat die traditionelle Obrigkeit der Khoe-Khoegowab zum Abschluss einer viertägigen Konferenz eine Vielzahl an "Resolutionen und Empfehlungen" verabschiedet, in denen die etwa fünfzig Teilnehmer der Tagung diverse Missstände in Namibia anprangern.
In den Beschlüssen, die gestern in Windhoek veröffentlicht wurden, bringen die Häuptlinge Seth Kooitjie von den Topnaar und Eddie !Nowaseb von den /Khomanin ihre "tiefe Besorgnis" über die weit verbreitete Armut und Arbeitslosigkeit zum Ausdruck und verurteilen angebliche Defizite im Bildungs- und Gesundheitswesen. Des Weiteren zeigen sie sich alarmiert über den vermeintlichen "Moralverfall" im Lande der unter anderem in zunehmendem Alkohol- und Drogenmissbrauch, sowie der eskalierenden Anzahl Straftaten und Fälle häuslicher Gewalt deutlich werde.
Um diesen und anderen Negativentwicklung entgegenzuwirken rät die traditionelle Behörde in ihren sieben Seiten umfassenden Vorschlägen zu diversen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen mit denen das "untragbar hohe Einkommensgefälle" im Lande bekämpft werden könnte. Außerdem fordern die traditionellen Stammesführer die Regierung auf, den Prozess der Bodenreform zu beschleunigen und die Subsistenzhilfe (Basic Income Grant) auf das ganze Land auszudehnen.
Ferner legen sie der Regierung nahe, ihre Anstrengungen im Kampf gegen die Kriminalität zu verstärken und Startkapital für Jungunternehmer zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sei es dringend geboten, bei der Umsetzung von Entwicklungsvorhaben die traditionellen Stammesgemeinschaften zu konsultieren, deren Mitglieder von diesen Projekten bisher zu wenig profitieren würden.

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