17 Juli 2017 | Lokales

Stadt Windhoek im Umbruch

Strategischer Plan soll Wandel bringen: Bis 2022 clever und fürsorglich

Mit einem „transformierenden“ Fünf-Jahres-Plan bereitet sich die Stadt Windhoek auf das nächste halbe Jahrzehnt vor – und hat kühne Absichten, bei denen Qualität der Dienstleistungen, Innovationen, Umweltfreundlichkeit und Bürgerfürsorge ganz groß geschrieben werden.

Von Clemens von Alten, Windhoek

Der Ratssaal der Stadt Windhoek war am Freitag prall gefüllt, als Bürgermeister, Stadtdirektor, Gouverneurin und Ministerin gemeinsam den neuen strategischen Fünf-Jahres-Plan (Transformational Strategic Plan 2017-2022) für die Hauptstadt der Öffentlichkeit präsentierten. „Dies ist ein Fahrplan für die Zukunft, der die Stadt und ihre Bürger angesichts großer Herausforderungen wie finanzielle Zwänge, knappe Wasserversorgung und Mangel an Bauland leiten wird“, erklärte Stadtdirektor Robert Kahimise, der die anwesenden Gäste, darunter bekannte Unternehmer und Lokalpolitiker, durch das Strategiedokument führte.

Mit dem Fünf-Jahres-Plan soll aus Windhoek eine „clevere und fürsorgliche Stadt“ (Smart and Caring City) gemacht werden. Dabei verspricht Kahimise, dass ein neuer Wind weht: „Der Schlüssel dabei ist, dass wir unsere Herangehensweise ändern.“ In seiner Rede hob der Stadtdirektor vor allem die Qualität der Dienstleistungen hervor und betonte, wie wichtig Kundeservice sei: „Es ist ähnlich wie ein Geschäft: Bediene ich meinen Kunden nicht richtig, macht er mir den Laden dicht“, so Kahimise, der vor allem auf Innovation und Technik setzt: „Wir müssen uns den Ansprüchen und Bedürfnissen unserer Bürger anpassen und dürfen dabei uns nicht den Werkzeugen von gestern bedienen.“

So sollen beispielsweise alle Einrichtungen der Stadt mit drahtlosen (Internet-)Netzwerken (WLAN) ausgestattet werden. Ferner will die Stadt das Rahmenwerk für die (Rück-)Einspeisung von (Solar-)Strom zum Abschluss bringen. Ebenso sollen zusammen mit der Regierung zwei alternative Wasserquellen untersucht werden: Wasser vom 800 km entfernten Okavango-Fluss oder von einer Entsalzungsanlage (350 km). Gleichzeitig plant die Stadt, die Grundwasserreserven in guten Regenjahren als Dürrevorrat künstlich aufzufüllen, eine neue Wasseraufbereitungsanlage zu errichten und mit zusätzlichem Personal den unnötigen Verlust von Trinkwasser vorzubeugen. Die Gouverneurin der Region Khomas, Laura McLeod-Katjirua, lobte vor allem die Absichten der Stadt, stärker informelle Siedlungsgebiete zu bedienen: „Das ist eine Mammut-Aufgabe, doch wenn es gelingt, wäre das eine große Errungenschaft.“

Das Strategiedokument orientiere sich an finanzieller (1) Nachhaltigkeit und Führungsqualität sowie (2) sozioökonomischem Fortschritt und infrastruktureller Entwicklung. „Aufgrund des Umfangs des Stadtbetriebs ist es ein absolutes Muss, dass wir finanziell und generell rechenschaftspflichtig sind, um den Bürgern wirklich dienen zu können“, so Kahimise, demzufolge Windhoek eine Eine-Milliarde-N$-Organisation ist. „Eine saubere Rechnungsprüfung ist unabdingbar“, sagte der Stadtdirektor, der in Erinnerung rief, dass in Namibia „nur zwei Lokalbehörden“ diese Auflage einer entsprechend zufriedenstellenden Prüfung der Bücher erfüllen würden. „Die Finanzen der Hauptstadt haben einige Lecks, wo Mittel entweder versickern oder in irgendwelchen Taschen landen – und es ist an der Zeit, dass die Stadt aktiv wird“, verkündete Kahimise und erntete dafür tosenden Applaus.

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