10 September 2018 | Lokales

Stadt warnt vor illegalen Stromanschlüssen

„Kommerzialisierung“ unerlaubter Elektrizitätsverbindungen gefährdet Bürger

Die Windhoeker Stadtverwaltung hat Einwohner vor den potenziell fatalen Folgen illegaler Stromanschlüsse gewarnt und sie dringend ersucht, diese angeblich weit verbreitete Praxis zu unterlassen bzw. die daran Beteiligten bei den Behörden zu melden.

Von Marc Springer, Windhoek

In einer am Freitag veröffentlichten Presseerklärung weist die Stadt darauf hin, dass in den vergangenen Jahren mindestens sechs Bürger der Hauptstadt durch den Kontakt mit illegalen Elektrizitätsanschlüssen ihr Leben verloren hätten. Diese Todesfälle hätten sich vornehmlich in informellen Siedlungen ereignet, wo am häufigsten vorhandene Stromanschlüsse durch unerlaubte Verbindungen in andere Unterkünfte erweitert würden.

Derlei Verlängerungen seien nicht nur für deren Erzeuger und Nutznießer, sondern für die gesamte Gemeinschaft gefährlich, weil Fußgänger und spielende Kinder mit den oft nicht isolierten Stromkabeln in Berührung geraten könnten. Darüber hinaus würden die verbotenen Anbindungen häufig das Stromnetz in unmittelbarer Umgebung überlasten und zu Elektrizitätsausfällen führen bzw. Schäden an der Versorgungs-Infrastruktur verursachen.

Die Stadtverwaltung habe illegale Stromverlängerungen zwar regelmäßig entfernt, diese seien jedoch oft binnen weniger Stunden wieder hergestellt worden. Darüber hinaus müssten die damit beauftragten Vertreter der Stadtverwaltung von Polizisten begleitet werden, um sie vor Übergriffen aggressiver Einwohner zu schützen, deren illegale Stromanschlüsse zuvor abmontiert worden seien.

Das Ausmaß des Problems macht die Stadt mit Hinweis auf eine „Kommerzialisierung“ der illegalen Stromversorgung deutlich. So würden Einwohner mit regulärem Stromanschluss zum Teil „astronomische Summen“ dafür verlangen, dass sie die eigene Energiezufuhr in Form unerlaubter Verkabelung mit Anderen in der Umgebung teilen. Obwohl bei Wiederholungstätern eine Strafe von 18500 N$ fällig werde, sei es schwer diese zu orten, da sie ihre widerrechtlichen Stromanschlüsse „sofort entfernen, wenn Inspektoren in der Nähe sind“.

Vor diesem Hintergrund sei eine „kollektive Anstrengung“ gegen illegale Stromanschlüsse notwendig, bis die Stadtverwaltung das im Mai begonnene Projekt zur Elektrifizierung informeller Siedlungen abgeschlossen habe, bei dem rund 1000 Haushalte in Havana, Okahandja Park und Otjomuise mit Strom versorgt werden sollen.

Demnach appelliert die Stadt an Einwohner, weder selbst illegale Stromanschlüsse anzubringen, noch die Verlegung von dafür notwendigen Verbindungskabeln durch den eigenen Hof zu erlauben. Vielmehr sollten Bewohner unerlaubt erweiterte Stromanschlüsse bei der Stadt unter 061-2902452/3/4 melden. Jegliche Information auf die Identität der Verursacher werde streng vertraulich behandelt und auch anonyme Hinweise angenommen.

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