16 Mai 2019 | Meinung & Kommentare

Stadt umgeht Verantwortung

Wer alt genug ist über die Geschichte dieses Landes nachzulesen und immer noch glaubt, dass sich das Wetter zu unseren Gunsten verändert und wir auf Dauer mit mehr Niederschlägen rechnen können, ist ignorant. Wer Teil des Management-Teams ist, das für die landesweite Wasserversorgung zuständig ist, und Mal auf Mal die Regensaison abwartet, bevor es wegen des ausbleibenden Regens aktiv wird, ist schlicht und einfach unverantwortlich. Solche Leute sind unbefugt und dürfen von Rechtswegen nicht Teil einer Stadtverwaltung oder des zuständigen Ministeriums sein - von Teil der Regierung ganz zu schweigen.

Seit November 2017 wurden erste Stimmen laut, die sich Sorgen machten über schlechte Regenprognosen. Spätestens ab Februar 2018 fielen mahnende Worte, die den unvermindert hohen Wasserverbrauch der Stadt öffentlich kritisierten. Und seit Mai 2018 macht sich Otto-Normalbürger Sorgen, wie das mit der Wasserversorgung klappen soll, wenn der Regen ausbleibt und die Stadt keine Maßnahmen ergreift. In jener Zeit traf das für die landesweite Wasserversorgung zuständige Gremium zusammen um die Strategie für die nächsten zwölf Monate, beziehungsweise zwei Jahre zu beschließen. Und doch brauchten sie bis August, bevor sie die sich anbahnende Wassernot ankündigten und verschärfte Wassersparmaßnahmen ergriffen.

Im Januar 2019 gingen dann die Alarmsirenen und wurden Straftarife bis auf den Juli 2018 zurückberechnet und erhoben. Weitere drei Monate später dämmert die Realität einer Wassernot - und ab jetzt wird gespart!

Das ist auch der Stadtrat (und die gesamte Verwaltung), die der Presse und Öffentlichkeit seit Juni 2018 den Jahreshaushalt vorenthalten - das Budget sei noch nicht vom Minister für städtische und ländliche Entwicklung abgesegnet worden. Demnach gibt die Stadt unrechtmäßig Geld für jeden Dreck aus, außer für die Instandhaltung des maroden Windhoeker Wassernetzes, das laut Stadt momentan für hohe Wasserverluste sorgt!

Unverantwortlich ist gar kein Ausdruck mehr!

Von Frank Steffen

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