14 November 2017 | Meinung & Kommentare

Stadt ist redlich geblieben

Die Stadt Windhoek hat nun zwei Jahre dazu gebraucht, ihren Einwohnern die „neuen“ Evaluierungsergebnisse einer stadtweiten Abschätzung aus dem Jahre 2015 vorzulegen. Mancher erinnert sich, dass die Stadt zur Zeit der vorigen Abschätzung im Jahr 2011 teilweise noch Grundstücke zu einem Wert von 850 N$ pro Quadratmeter verkaufte - heute undenkbar.

Desto ungewöhnlicher ist eine Beschwerde über eine mehr als 50-prozentige Erhöhung, wenn bspw. eine Wohnung in der Nelson-Mandela-Avenue bisher versehentlich nur zu einem Wert von 281000 N$ besteuert wurde und die Richtigstellung auf mindestens eine Million N$ im städtischen Register, jetzt moniert wird. Man darf hoffen, dass eine solche Person im Bekanntenkreis nicht nur über die prozentuelle Erhöhung, sondern auch über den Betrag spricht.

Ein Wohnungswert von 1,0 Million N$ im Jahre 2011 müsste mit Einberechnung der Inflation im Jahre 2015 mindestens 1,3 Million N$ ergeben; eine Wertzunahme von 30%, ohne dass sich die Wohnung geändert hat. Eine mindere Erweiterung wirkt sich schnell aus und ergibt bald 50%.

Natürlich soll sich die Stadt erklären, wenn sie uns mehr Steuergeld abverlangt, aber dann muss das Argument Sinn machen. Denn wer künftig 15% mehr Grundsteuer zahlt, weil der Wohnungswert meinetwegen mit 50% erhöht wurde, die Stadt aber den Steuersatz senkt, weil sie letztendlich „nur“ 15% mehr an Grund und Bodensteuer verlangt, hat jetzt eigentlich kein Argument.

Wo war diese Stimme, als der Stadtrat im Juli seinen Haushalt bekanntmachte und die über der Inflation liegende Erhöhung von 15% bekanntmachte? Da war Protest angesagt, denn der Satz lag zu hoch!

Frank Steffen

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