21 Dezember 2020 | Natur & Umwelt

SRT großzügig unterstützt

BIOPAMA: 200000 Euro für Schutz des Spitzmaulnashorns

Knapp 3,8 Millionen N$ soll der Naturschutzfonds Save the Rhino Trust in den kommenden zwei Jahren zwecks verbesserter Ausbildung und Nachrüstung der Naturschutzbeamten in den Kommunalgebieten empfangen, in denen die letzten freilebenden Spitzmaulnashörner Namibias und sogar der Welt vorkommen.

Von Frank Steffen

Windhoek

Der Save-The-Rhino-Trust-Fonds (SRT) gab zum Ende der vergangenen Woche gemeinsam mit der Weltnaturschutzunion (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources, IUCN) bekannt, dass dem SRT Unterstützung in Höhe von 200000 Euro (knapp 3,8 Millionen Namibia-Dollar) zugesprochen worden sei

SRT-Geschäftsführer Simson Uri-Khob zeigte sich erfreut über die über zwei Jahre hinweg laufende Zuwendung der Organisation Afrikanischer, Karibischer und Pazifischer Staaten (AKP-Gruppe) und der Europäischen Union (EU). Es gelte, die Wildwarte des SRT weiterhin auszubilden und auszurüsten.

Ziel sei es, die Lokalbevölkerung in ihrem Vorhaben zu unterstützen, die letzten verbliebenen, freilaufenden Spitzmaulnashörner oder Schwarzen Nashörner (Diceros bicornis) zu erhalten und Initiativen zu entwickeln, die der Kommunalbevölkerung ein nachhaltiges Einkommen gewährleisten. Die IUCN aktualisiert und veröffentlicht regelmäßig die „Rote Liste gefährdeter Arten“, auf der alle weltweit vom Aussterben gefährdete Tier- und Pflanzenarten aufgeführt sind - das Spitzmaulnashorn gehört mit dazu.

Die Erfolge des namibischen SRTs werden weltweit anerkannt und so heißt es ferner in der Pressemitteilung: „Dieses von der AKP-Gruppe und EU finanzierte Projekt wird dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit der Rhino-Hütungsgemeinschaften zu stärken und sie so vor Druck von außen zu schützen. Durch den Einsatz neuer Technologien vor Ort sowie durch die Installation kritischer Infrastrukturen sollen sich die Erfassung von Nashornüberwachungsdaten sowie die Kommunikationsmöglichkeiten zum Vorteil und Wohlbefinden der Nashornschützer während ihrer Patrouillen bessern.“

Dadurch werde sichergestellt, dass der Nashorn-Tourismus und das bestehende Rhino-Ranger-Programm nachhaltig erhalten bleiben, welches der biologischen Vielfalt sowie der lokalen Gemeinschaften zugutekommen würde. 50 Tierschützer beziehungsweise Tracker würden momentan ein Schutzgebiet von etwa 25000 km² pa-trouillieren – ihr Erfahrungsstand auf diesem Gebiet sei einzigartig.

Das Ganze geschieht in Zusammenarbeit mit dem Biodiversität- und Schutzgebiet-Managementprogram (BIOPAMA), das der AKP-Gruppe eigen ist und von der EU unterstützt wird. Die lokale EU-Botschaft gab zu dieser Gelegenheit bekannt, dass „EU-Umweltschützer und Oscar-Preisträger Leonardo DiCaprio und die Organisation Welt-Wildtierschutz (Global Wildlife Conservation, GWC) für 2021 zwei Initiativen zum verbesserten Schutz des Planeten, im Wert von 34 Mio. Euro gestartet haben“.

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