15 Oktober 2021 | Lokales

Spenden aus Bassum für namibische Suppenküchen

Windhoek (led) - Eigentlich reist Werner Pußack aus Bassum nahe der deutschen Stadt Bremen nach Namibia, um Touristen durch das Land zu führen. Seit 2018 betreibt er gemeinsam mit seiner Frau und seiner Tochter ein Reisebüro. Doch dann kam Corona. Der Lockdown und gestrichene Flüge machten touristische Reisen unmöglich, während die Not in Namibia immer größer wurde. Kontakte vor Ort berichteten Pußack von der Lage: Ohne Touristen sind vielen Familien die Einnahmen weggebrochen. Die Folgen treffen auch die Kleinsten. Kinder müssen hungern und können nicht zur Schule gehen.

Pußack erfuhr von verschiedensten Projekten, die humanitäre Hilfe in Namibia leisten. Sein Geschäftspartner und Freund, Stephan Hock, der eine Lodge nahe Windhoek betreibt, berichtete ihm von Suppenküchen, die von der Hilfsorganisation Steps for Children betreut werden. Hock selbst unterstützt die Küchen in Rehoboth und Okahandja mit Spendengeldern. Derzeit werden laut Hock durch den Einsatz in den Küchen rund 1 800 Kinder nahezu täglich mit warmen Mahlseiten versorgt. „Kinder im Alter von zwei oder drei Jahren kommen alleine über mehrere Kilometer mit ihren kleinen Tellerchen angelaufen, um ihren Hunger zu stillen“, sagte der deutsche Auswanderer der AZ. „Das geht einem nahe.“

Als Reiseleiter Pußack seiner Schwägerin davon erzählte, die Wurst- und Fleischwaren auf einem Wochenmarkt in Bassum verkauft, beschlossen sie Gelder zu sammeln. Anfangs landeten in der Spendendose an dem Stand seiner Schwägerin immer wieder ein paar Euro. Inzwischen ist mehr als ein Jahr vergangen und Pußack erreichen Summen in Höhe von bis zu 5 000 Euro von Kunden, Freunden und Menschen aus der Region um Bassum.

„Die Gastfreundschaft, die wir in Namibia in den vergangenen Jahren erlebten - sei es auf beruflichen oder privaten Reisen - hat uns motiviert, das voranzutreiben“, erklärte Pußack gegenüber der AZ. Im Februar dieses Jahres reisten Pußack und seine Frau nach Namibia und besuchten die Suppenküche in Okahandja. „Als wir vor Ort waren, wussten wir, wir haben genau das Richtige gemacht“, erinnerte sich Pußack.

Einen Verein habe Pußack bisher nicht gegündet. Er habe nicht damit gerechnet, dass die Spendenbereitschaft der Bassumer solch ein Ausmaß annimmt. Die Spendengelder überweise er daher von seinem privaten Bankkonto an verschiedene Kontakte vor Ort, darunter an Hock, der davon Lebensmittel für die Suppenküche finanziert. Umgerechnet rund 210 000 N$ hat Pußack den Küchen in Rehoboth und Okahandja bisher zukommen lassen. Ohne die Gelder, wie die von Familie Pußack und den Gästen der Lodge, könnten laut Hock die Suppenküchen nicht aufrechterhalten werden.

In dieser Woche will Pußack erneut mit seiner Frau und seiner Tochter nach Windhoek reisen. Dann werde er nicht nur Touristen das Land zeigen, sondern auch zu den Suppenküchen zurückkehren.

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