25 April 2018 | Natur & Umwelt

Specker geht es „soweit gut“

Touristenpaar nach Leoparden-Angriff wieder in der Heimat

Nach dem Leoparden-Angriff auf den deutschen Touristen Hardy Specker ist dieser gemeinsam mit seiner Frau verfrüht in seine Heimat zurückgereist. Von seinen Verletzungen erhole sich das Opfer, während die Untersuchung des Umweltministeriums noch auf sich warten lässt.

Erwin Leuschner

Swakopmund/Konstanz

Die deutschen Touristen, Hardy Specker und seine Frau Petra, sind am vergangenen Donnerstag wieder nach Deutschland gereist, nachdem der 61-Jährige vor gut zwei Wochen im Kuiseb Canyon von einem Leoparden angegriffen worden war. Hardy Specker gehe es soweit gut, teilte Petra Specker gestern der AZ aus Konstanz am Bodensee mit.

Das Paar hat vor kurzem in Namibia und auch international Schlagzeilen gemacht, nachdem Hardy Specker in einer Nacht in seinem Wohn-Lkw von einem Leoparden angegriffen worden war. Specker wollte ein kleines Fenster schließen, als das Raubtier ihm plötzlich an die Kehle ging. Er wurde daraufhin mit schweren Verletzungen in das Welwitschia-Krankenhaus in Walvis Bay gebracht, wo er sieben Stunden lang von einem plastischen Chirurg operiert worden war (AZ berichtete).

„Mein Mann ist im Klinikum und wird gut versorgt“, sagte Petra Specker und ergänzte, dass es ihm soweit gut gehe. „Wir sind total begeistert von der guten menschlichen Versorgung im Welwitschia Hospital und überhaupt von der ganzen Zuwendung der Menschen in Namibia“, ergänzte sie.

Der Wohn-Lkw, mit dem das Paar neun Monate lang durch das südliche Afrika reisen wollte, sei ebenfalls wieder auf einem Schiff geladen worden und nun auf dem Weg in die Heimat.

Die vorgesehene Untersuchung vom Umweltministerium zu diesem Fall hat indes noch nicht stattgefunden, teilte der Pressesprecher des Ressorts, Romeo Muyunda, auf AZ-Nachfrage mit. Dies begründete er damit, dass es „schwer falle, einen Leoparden in der Umgebung zu suchen, geschweige denn zu fangen.“

„Aber wir müssen ganz bestimmt der Sache nachgehen“, sagte er. Über die Zukunft einer Übernachtung im Canyon konnte er bisher keine Angaben machen. Er ruft Besucher jedoch auf, vorläufig dort auf der Hut zu sein. „Wir sind aber sehr froh, dass es dem Opfer besser geht und vor allem, dass der Angriff nicht tödlich endete“, so Muyunda.

Unterdessen rätseln Experten noch immer über die Attacke und vor allem das außergewöhnliche Verhalten der Raubkatze, weil Leoparden-Angriffe solcher Art noch nie zuvor vermeldet wurden. Aber: „Sollte das Tier tatsächlich mit Tollwut infiziert sein, muss es getötet werden. Es kann für künftige Besucher eine Gefahr darstellen“, hatte der Tierarzt und Raubkatzen-Fachmann, Dr. Diethardt Rodenwoldt, im AZ-Gespräch gesagt.

Kurz nach dem Vorfall wurde zur Sicherheit die Behandlung gegen Tollwut bei Hardy Specker im Walvis Bayer Krankenhaus begonnen.

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