29 Mai 2020 | Wirtschaft

Sozialnetz nicht berücksichtigt

Windhoek (ste) - Gestern Nachmittag fand eine Gesprächsrunde im Internet statt: Steven Yarukeekuro Ndorokaze moderierte ein Webinar, das Freya Gruenhagen, namibische Vertreterin der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), anberaumt hatte. Die Wirtschaftsexperten und Dozenten Mally Likukela, Dozent an der Namibischen Universität für Wissenschaft und Technik (NUST), und Dr. Omu Kakujaha von der Universität von Namibia (UNAM), nahmen daran teil.

Es sei wichtig, sich an den namibischen Gini-Koeffizient (Ungleichheit) in Höhe von 60% zu orientieren, meinte Likukela, da Namibia relativ solide Wachstumsraten in den vergangenen Jahren verzeichnet habe. Lobenswert sei, dass Namibia mit 31.9 Milliarden Namibia-Dollar knapp 50 Prozent des Haushalts in die Sozialsektoren Bildung, Geschlechtergleichheit, Gesundheitssektor, Armutsbekämpfung und Lokalverwaltungen investieren würde.

Der Staat habe nun das neue Ministerium für Geschlechtergleichheit und Sozialfürsorge aus zwei getrennten Ministerien geschaffen - angeblich um die sozialen Netze zu stärken. Doch vermisse er die Investierung zwecks einer wirklichen Verbesserung der Sozialnetze. „Mit 5,26 Mrd. N$ hat dieses Ministerium letztendlich kaum Ressourcen dazubekommen. Ähnliches erkenne ich im Ministerium für Hochschulbildung, dem der nationale Studentenfonds (NSFAF) als Ausgabe in Höhe von 1,5 Mrd. N$ zugeteilt ist. Dieser Fonds ist das einzige, das als Teil des Sozialnetzes gewertet werden kann. Alle anderen Ausgaben bleiben grundsätzlich dem vorigen Status Quo treu. Ich hätte mir handfeste Eingriffe gewünscht, die darauf abzielen, der minderbemittelten Schicht in Namibia zu helfen“ erklärte Likukela anhand einer PowerPoint-Präsentation.

Der Finanzminister habe tatsächlich vermieden schwierige Entschlüsse zu fassen, hatte Eloise du Plessis von PSG Namibia der AZ-Schwester, Republikein, am Tag zuvor erklärt: „Stattdessen wird nur mehr Geld geliehen“. Der Minister hatte darauf hingewiesen, dass er erwarte, dass die namibische Wirtschaft inflationsbereinigt in diesem Finanzjahr 2020-21 mit 6,6 Prozent schrumpfen werde. Subsahara-Africa erwarte eine mittlere Schrumpfung von 1,6 Prozent und die entwickelten Länder eine Abnahme in Höhe von 6,1 %.

Nichtsdestotrotz drängte Kakujaha gestern auf eine Investierung in die Sozialnetze: „Es hat nichts mit Nächstenliebe zu tun. Nur so können wir die Wirtschaft insgesamt halten und verbessern.“

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