05 März 2019 | Natur & Umwelt

Shifeta kritisiert Abholzung

Windhoek/Omatjete (mno) - Bei Feierlichkeiten zum internationalen „Tag des Artenschutzes“ hat Umwelt- und Tourismusminister Pohamba Shifeta das Ministerium für Landwirtschaft, Wasser und Forstwirtschaft scharf angegriffen. Bei seiner Rede am Sonntag in Omatjete in der Erongo-Region machte er die Mitarbeiter des Ministeriums für die illegale Abholzung in den nördlichen Regionen Sambesi, Kavango-West und Kavango-Ost verantwortlich. Obwohl nicht Thema der Veranstaltung, sprach Shifeta teils sehr emotional länger als eine halbe Stunde über die Problematik.

Shifeta sagte, dass Abholzung generell nichts Verwerfliches sei. „Man muss aber zwischen legaler Nutzung des Holzes und Plünderung unterscheiden“, so der Minister. Die Abholzung im Norden Namibias sei alles andere als nachhaltig: „Wenn man alle Wälder Namibias so unkontrolliert abholzen würde, würden wir bald in einer Wüste leben.“

Seine Kritik galt vor allem dem Landwirtschaftsministerium, da die Mitarbeiter seiner Meinung nach unrechtmäßig Genehmigungen für die Abholzung vergeben würden. Die Behörde müsse die Abholzung besser unter Kontrolle haben, damit die lokale Bevölkerung von den Ressourcen des Landes profitiere, und nicht irgendwelche ausländischen Unternehmen, so der Minister.

Eigentlich sollte Shifeta bei seinem Auftritt am Sonntag über den Konflikt zwischen Farmern und Wildtieren sprechen. Im Omatjete kommt es immer wieder zu teilweise sogar tödlichen Attacken von Elefanten. Shifeta sagte, dass beide Seiten besser geschützt werden müssen und es wichtig sei, die Elefanten von den Behausungen der Farmer fernzuhalten. Mehr zu dem Thema demnächst in der WAZon.

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