06 November 2020 | Natur & Umwelt

Seltene Vogelarten zu Besuch bei Lüderitzbucht

Swakopmund/Lüderitzbucht (er) - Seltener Besuch in Lüderitzbucht: Die Umweltinstanz Lüderitz Marine Research hat eine Vogelart wahrgenommen, die dort selten vorkommt - ein Terek-Flussuferläufer (Xenus cinereus). Zugleich wurde eine beringte Brandseeschwalbe (Thalasseus sandvicensis) nahe der Dias-Spitze gesehen.

Laut Lüderitz Marine Research brüten Terek-Flussuferläufer von Finnland nach Sibirien. Im nördlichen Winter wandert die Vogelart nach Australien, Südasien und Ostafrika. „Sie ist ein seltener Anblick an namibischen Ufern und gilt in unserer Region als Landstreicher“, heißt es. Inzwischen hat Lüderitz Marine Research auch eine Brandseeschwalbe nahe der Dias-Spitze gesichtet, die an europäischen Küsten der Nordsee, Ostsee, des Atlantiks, des Mittelmeeres und des Schwarzen sowie Kaspischen Meeres lebt. Im dortigen Winter zieht die Vogelart bis Südafrika.

In diesem Fall war die Brandseeschwalbe beringt. „Mit einer guten Portion Geduld und einem guten Teleobjektiv gelang es uns, die Gravuren auf dem Ring zu fotografieren: 5153846, Museum Stockholm“, heißt es. Und: „Innerhalb von 24 Stunden kam die Antwort aus Schweden.“ Demnach sei der Vogel fünfeinhalb Jahre alt und stamme aus einer Kolonie in Südschweden, die insgesamt 9 192 Kilometer nördlich von Lüderitz liegt. Da die Migrationsroute dieser Seevögel aber nicht gerade verläuft, schätzt Lüderitz Marine Research, dass die Brandseeschwalbe bis Namibia mehr als 12 000 Kilometer zurückgelegt hat, um hier den Sommer zu verbringen.

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