30 November 2007 | Branche

Selbstkontrolle für Jäger

Windhoek - "Namibia genießt einen guten Ruf als bekanntes und beliebtes Ziel für Jäger. Es waren viel Zeit und Arbeit nötig, um an diesen Punkt zu gelangen", sagte der NAPHA-Präsident und appellierte an die Mitglieder, das Ansehen zum Beispiel durch illegale Arbeitsweise bei der Jagd "nicht aufs Spiel zu setzen". Weil die Regierung nicht die Kapazität besitze, das Recht durchzusetzen, sei eine gewisse Selbstregulierung der Branche nötig. Laut Metzger wird dies auch in anderen Ländern des südlichen Afrika begrüßt. "Wir wissen doch, wer die Schuldigen sind", so der Präsident, der auch eine Lanze für die Jagdethik brach und das "Reinstürzen-Schießen-Rausstürzen"-Prinzip verurteilte. "Keine Zeit bedeutet keine Kultur und keine Tradition. Das Jagderlebnis ist wichtig, deshalb sollte es beibehalten werden."

Die Aufstellung von "Richtlinien für beste Praktiken" forderte Gastsprecher Colgar Sikopo, Vizedirektor für Park- und Tierverwaltung im Umwelt- und Tourismusministerium. "Wir können keine unehrlichen Arbeitsweisen dulden, die Namibias Jagdreputation negativ beeinflussen", sagte er. Sikopo führte aus, dass NAPHA ein "wichtiger Partner" für die Regierung sei. Ohnehin sei der Tourismus und speziell die Trophäenjagd zu "einem der wichtigsten Anlagegüter für Namibia" gewachsen, was den Beitrag zu Bruttoinlandsprodukt, Arbeitsplatzbeschaffung sowie Wohlstand und soziale Aufwertung der Landbevölkerung angeht.

Den Angaben des Vizedirektors zufolge soll der Gesetzentwurf für Parks und Wildlife im Laufe des Jahres 2008 dem Kabinett und dann im Parlament vorgelegt werden - und bei Verabschiedung die bestehende Verordnung aus dem Jahr 1975 ersetzen. Er kündigte außerdem an, dass sein Ministerium eine Strategie für den Umgang mit so genannten Problemtieren erarbeitet habe - Tiere also, die in Konflikt mit Menschen geraten. Diese Konflikte, hervorgerufen vor allem durch Elefanten und Raubtiere, hätten "einen Verlust von Vieh und Ernte und in einigen Fällen von Menschenleben" zur Folge gehabt. Die Strategie befinde sich in der Endfassung und "wird dem Kabinett zu Beginn des kommenden Jahres vorgelegt". Indes sei die nationale Strategie für Tourismus- und Wildlife-Konzessionen auf staatlichem Land bereits vom Kabinett bestätigt worden. "Trophäenjagd-Konzessionen sollten während der nächsten Saison verfügbar sein", kündigte Sikopo an.

Am Mittwoch, dem Eröffnungstag der NAPHA-Jahreshauptversammlung, gab es verschiedene Auszeichnungen: Tobias Günzel wurde als "Aktivstes NAPHA-Mitglied 2007" geehrt und bekam einen Wanderpokal sowie N$ 1000 in bar. Die Auszeichnung "Naturschützer des Jahres 2007" ging an John Jackson III.; er ist Geschäftsführer der Firma Conservation Force in den USA und hat u.a. mit dem Trophäenversand von Namibia in die USA zu tun. Die Auszeichnung "Medal Sales Awards 2007" ging an: Die Keiler (1. Platz), Makadi Safaris (2. Platz) und Otjiruze Hunting (3. Platz).

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