17 Juli 2019 | Sport

Seidler schwimmt neue Bestzeit

Der 21-Jährige ergattert sich bei der Schwimm-WM den 32. Platz

Bei nahezu perfekten Bedingungen im südkoreanischen Yeosu erschwimmt sich der Swakopmunder Phillip Seidler eine neue Bestzeit und einen guten 32. Platz. Mit etwas Glück reicht das Ergebnis bereits, um bei den Olympischen Spielen dabei zu sein.

Von Jan Christoph Freybott

Windhoek/Yeosu

Ich bin ein bisschen müde, aber ich fühle mich gut“, sagte Phillip Seidler. Am Dienstagmorgen (Ortszeit) war der 21-jährige Freiwasserschwimmer für Namibia im südkoreanischen Yeosu an den Start gegangen. Am Ende ergatterte sich der Swakopmunder einen starken 32. Platz - und stellte mit 1:50:14.40 eine neue persönlich Bestzeit auf. „Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden“, bekräftigte Seidler gegenüber der AZ. „Danie Marais, den zweitbesten Freiwasserschwimmer Südafrikas, und mich trennen sonst einige Sekunden. Heute lag er nur zwei Zehntelsekunden zwischen uns“. Der Südafrikaner Chad Ho, wie auch Marais ein Bekannter von Phillip Seidler, ergatterte den 23. Platz.

Neben der persönliche Bestzeit gibt es für Seidler derweil noch einen weiteren Grund zum Feiern: Da Südafrikas Schwimmer nicht zur Kontinentalwertung zählen, schwamm Seidler über die 10km Distanz so schnell wie kein anderer Athlet Afrikas. Und sicherte sich damit womöglich bereits das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio. „Ob diese Kontinentalwertung entscheidet oder ob ich nächstes Jahr noch eine Qualifikation schwimmen muss, entscheidet sich in den kommenden Wochen“, sagte Seidler der AZ. So oder so sei er mit dem Resultat hochzufrieden.

Es seien „Bedingungen wie im Schwimmbad“ gewesen, bei denen die Athleten bei der WM in Yeosu an den Start gingen, wie Seidler schilderte. „Das Wasser hatte 23°C, es ging kein Wind, es gab keine Wellen. Es war einfach alles perfekt“. Auch deshalb wurde es eines der schnellsten Rennen überhaupt.

Die 75 Athleten schwammen ihre 10 Kilometer in einen Rundlauf à sechs Runden; eine gute Chance, sich das Match einzuteilen und mit den Kräften hauszuhalten. „Meine Taktik war es, die ersten zwei Runden nicht zu schnell zu schwimmen, das Tempo in Runde drei und vier zu steigern und schließlich richtig Gas zu geben“, sagte Seidler, bei dem die Tempowechsel seit dem Welt-Cup auf den Seychellen fester Bestandteil des Trainingsplans ist. „Das hat ziemlich gut geklappt. Ich glaube, in den letzten zwei Runden habe ich zehn oder 15 Plätze gut gemacht.“

Direkt nach dem Match begann Seidler indes damit, seine Leistung zu analysieren und kommende Ziele abzustecken. „Es gibt ein paar Kleinigkeiten, an denen ich arbeiten muss“, sagte Seidler. Mit einem etwas besseren Beinzug hätte er womöglich noch ein paar Plätze gut machen können, schlussfolgert der Swakopmunder. Einen Welt-Cup wolle er zudem noch in diesem Jahr schwimmen, bevor im nächsten Jahr das Projekt Olympia startet.

Gleiche Nachricht

 

Dortmund feiert Torhüter Bürki - Happy End dank Schützenhilfe

1 stunde her | Sport

Dortmund (dpa) - Auch am Ende des Spektakels stand Roman Bürki im Mittelpunkt. Denn die Ovationen der Fans galten dem Dortmunder Schlussmann. Weil der 29...

Eine Liga am Scheideweg

vor 13 stunden | Sport

Von Jakob Schulze Pals Windhoek Es ist wie mit einem kleinen Kind, das die Warnungen der Eltern nicht verstanden hat. Beim ersten Vergehen des Kindes...

Indoor-Hockey-Nationalmannschaft vor Afrika-Cup

vor 13 stunden | Sport

Windhoek (jsp) - Die namibische Indoor-Hockey-Nationalmannschaft der Frauen bereitet sich derzeit intensiv auf den kommenden Afrika-Cup im Juni 2020 vor. Vor einer Woche absolvierte die...

Dressur- und Springturnier ein großer Erfolg

vor 13 stunden | Sport

Der Reiterverein Swakopmund (RVS) kann auf ein erfolgreiches 63. Dressur- und Springreitturnier zurückblicken. Aus allen Landesteilen Namibias waren Reiter und Reiterinnen mit ihren Pferden an...

Was bedeuten die Wada-Sanktionen für Russland konkret?

vor 1 tag - 10 Dezember 2019 | Sport

Berlin/Lausanne (dpa) - Moskaus Regierungschef Dmitri Medwedew hat die Strafen der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) gegen sein Land als „antirussische Hysterie“ von chronischem Ausmaß kritisiert. Für den...

Dortmund hofft auf Schützenhilfe - Barcelona mit B-Kader nach...

vor 1 tag - 10 Dezember 2019 | Sport

Dortmund (dpa) - Selbst ein Sieg über Slavia Prag am Dienstag garantiert dem BVB nicht den Einzug in das Achtelfinale der Champions League. Ohne die...

63. Dressur- und Springturnier ein großer Erfolg

vor 1 tag - 09 Dezember 2019 | Sport

Der Reiterverein Swakopmund (RVS) blickt auf ein erfolgreiches 63. Dressur- und Springreitturnier zurück. Aus allen Landesteilen waren Reiter und Reiterinnen mit ihren Pferden an die...

Harte Strafe: Wada sperrt Russland für vier Jahre

vor 2 tagen - 09 Dezember 2019 | Sport

Lausanne (dpa) - Die Welt-Anti-Doping-Agentur hat Russland für vier Jahre gesperrt. Das Wada-Exekutivkomitee bestätigte am Montag in Lausanne die Empfehlung der unabhängigen Prüfkommission CRC und...

Michel und Reichel: Die zwei Matchwinner des SC Paderborn

vor 2 tagen - 09 Dezember 2019 | Sport

Bremen (dpa) - Die beiden Matchwinner des SC Paderborn traten am Sonntagabend gut 300 Kilometer voneinander entfernt in Aktion und kennen sich nicht einmal. Der...

Dämpfer für deutsche Handballerinnen: Niederlage bei WM gegen Serbien

vor 2 tagen - 09 Dezember 2019 | Sport

Kumamoto (dpa) - Die deutschen Handballerinnen haben bei der Weltmeisterschaft in Japan einen Dämpfer hinnehmen müssen und ihr Mindestziel vorerst verpasst. Die DHB-Auswahl verlor am...