04 Oktober 2021 | Gesundheit

Südafrika lockert Corona-Auflagen

Gewerkschaft: Zwangsimpfung von Arbeitern ist eine Menschenrechtsverletzung

Angesichts rückläufiger COVID-19-Infektionszahlen wurden die Coronaauflagen in Südafrika deutlich gelockert. Derweil hierzulande eine Corona-Impfkampagne für Lkw-Fahrer ins Leben gerufen wurde, hat eine Gewerkschaft die forcierte Impfung von Angestellten als Menschenrechtsverletzung bezeichnet.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Windhoek

Im Nachbarland Südafrika wurden die Coronaauflagen am Donnerstag drastisch gelockert: Die nächtliche Ausgangsbeschränkung beginnt nun ab Mitternacht (bis 4 Uhr), derweil die Anzahl zugelassener Personen bei Veranstaltungen auf 750 (im Innenraum) bzw. 2 000 (im Freien) gesteigert wurde. Das kündigte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa zum Ende der dritten Infektionswelle an.

In Namibia wird allerdings „ein Anstieg der Neuinfektionen unter Schülern“ gemeldet. Das Gesundheitsministerium ruft daher Eltern und Erziehungsberechtigte auf, dass Kinder die Gesundheitsmaßnahmen bei der Schule einhalten. Die Anzahl aktiver Virusfälle liegt aktuell bei 1 137, die Anzahl Corona-Toter ist auf 3 515 gestiegen. Bis dato gelten in Namibia 190 230 Personen als vollständig geimpft, 272 077 haben eine erste Dosis eines Impfstoffs erhalten. „Die Öffentlichkeit wird dringend ermutigt, Impfungen ernstzunehmen, um Immunität gegen das Virus aufzubauen und Krankenhausaufenthalte aufgrund schwerer Erkrankungen zu reduzieren“, heißt es.

Indes hat die Walvis-Bay-Korridor-Gruppe (WBCG) in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium, der Straßenbehörde (RA) und Engen eine COVID-19-Impfkampagne für Lkw-Fahrer ins Leben gerufen. Seit Beginn der Kampagne Anfang September wurden 140 Lkw-Fahrer geimpft, teilte Edward Shivute, WBCG-Wellness-Projektmanager mit. Die Kampagne läuft bei zahlreichen Standorten im gesamten Land. „Wir sind bisher sehr zufrieden. Es gibt keinen Widerstand und das zeigt, dass Lkw-Fahrer sich gegenseitig ermutigen, sich impfen zu lassen“, so Shivute.

Zur gleichen Zeit hat die Gewerkschaft NARETU (Namibia Revolutionary Transport Union) die Zwangsimpfung von Angestellten durch ihre Arbeitgeber jedoch als Menschenrechtsverletzung bezeichnet. Das sagte der NARETU-Chef Petersen Kambinda am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Windhoek. Die Gewerkschaft wurde vor einem Monat gegründet und vertritt Lkw-Fahrer und Arbeitnehmer in der Transport- und Logistikbranche.

Kambinda sagte dabei, dass die Gewerkschaft „mit großer Besorgnis festgestellt“ habe, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Fristen für die Impfung geben und mit einem Verlust des Arbeitsplatzes drohen. „Diejenigen, die dies tun, sollten mit sofortiger Wirkung aufhören, da dies eine Verletzung der Menschenrechte darstellt und nicht im Einklang mit dem Arbeitsgesetz und der namibischen Verfassung steht“, sagte Kambinda. Und: „Kein Mitarbeiter darf seinen Arbeitsplatz verlieren, weil er sich nicht impfen lässt oder innerhalb einer sogenannten Frist nicht geimpft wird.“

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