11 Januar 2021 | Wirtschaft

Schuldeneintreibung fortgesetzt

Inkassounternehmen erzielt außergerichtliche Einigung mit Staat

Die Firma Redforce hat im Auftrag des Stadtrats von Rundu erneut mit der Schuldeneintreibung in Höhe von über 450 Millionen Namibia-Dollar begonnen. Der Staat hatte dieses Vorhaben zwischenzeitlich gestoppt, eine außergerichtliche Einigung fiel jedoch zu Gunsten der Firma aus.

Von K. Kambowe und S. Balzar, Rundu/Windhoek

Der Stadtrat von Rundu hat vergangene Woche verlauten lassen, dass das Inkassounternehmen Redforce Debt Management die Schuldeneintreibung in der Stadt wieder aufgenommen hat. Der hoch verschuldete Rat hatte das Unternehmen im vergangenen September damit betraut, von säumigen Zahlern die ausstehende Summe in Höhe von inzwischen mehr als 450 Millionen Namibia-Dollar einzufordern. Das Ministerium für Städtische und Ländliche Entwicklung hatte nach Protesten aus der Gemeinde daraufhin über seinen Vertreter im Rundu-Stadtrat, Sebastian Kantema, angeordnet, dass der Vertrag mit Redforce auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wird (AZ berichtete).

Redforce hatte im Oktober mit der Schuldeneintreibung begonnen und innerhalb einer Woche mehr als drei Millionen Namibia-Dollar eingefordert, als das Unternehmen die Aufforderung des Ministers für Städtische und Ländliche Entwicklung, Utoni Nujoma, erhielt, der Sache nicht mehr nachzugehen. Am 5. November wandte sich das Inkassounternehmen daraufhin mit einem Eilantrag an das Obergericht, um zu veranlassen, dass die Entscheidung des Ministeriums revidiert wird. Neben dem Stadtrat von Rundu waren auch Nujoma, der amtierende Geschäftsführer von Rundu, Sam Nekaro, und Kantema Beklagte in der Angelegenheit.

Vor dem Urteil von Richterin Esi Schimming-Chase, das am 20. November gefällt werden sollte, einigten sich der Stadtrat und Redforce jedoch auf eine Vergleichsvereinbarung. Demnach wurde die Entscheidung von Nujoma aufgehoben und Redforce die Erlaubnis erteilt, am 1. Januar 2021 wieder mit der Schuldeneinforderung zu beginnen. In der Zwischenzeit wurden die Beklagten angewiesen, die Prozesskosten von Redforce zu tragen. Schimming-Chase ordnete kurz darauf an, dass die Vereinbarung zu einer gerichtlichen Verfügung gemacht und die Angelegenheit somit abgeschlossen wurde.

Die Stadtverwaltung forderte säumige Zahler indessen auf, mit Redforce zu kooperieren, um die Abschaltung von Dienstleistungen und die Beschlagnahmung von Eigentum zu vermeiden. „Der Stadtrat von Rundu bleibt standhaft in seinen Bemühungen, die Schulden von Unternehmen, staatlichen Unternehmen, Regierungsinstitutionen und privaten Einwohnern einzutreiben“, heißt es in der neusten Bekanntmachung des Rats. Die Stadt schuldet dem Wasserversorger NamWater über 100 Millionen Namibia-Dollar. Es wird davon ausgegangen, dass die Verwaltung durch die Dienste von Redforce in der Lage sein wird, ihre Schulden zu begleichen.

Gleiche Nachricht

 

Landwirtschaftsministerium warnt

vor 2 tagen - 13 Januar 2021 | Landwirtschaft

Windhoek (sb) - Das Landwirtschaftsministerium hat Farmer gebeten, sich auf einen möglichen Schädlingsbefall und mögliche Krankheitsausbrüche in den Anbauregionen einzustellen, die durch die guten Regenfälle...

Schuldeneintreibung fortgesetzt

vor 4 tagen - 11 Januar 2021 | Wirtschaft

Von K. Kambowe und S. Balzar, Rundu/Windhoek Der Stadtrat von Rundu hat vergangene Woche verlauten lassen, dass das Inkassounternehmen Redforce Debt Management die Schuldeneintreibung in...

Kontinuitätshilfe angelaufen

1 woche her - 08 Januar 2021 | Wirtschaft

Von Eberhard Hofmann Windhoek Das Rettungspaket wird jetzt umgesetzt, nachdem es Mitte Dezember zwischen der Entwicklungsbank und KfW vertraglich festgelegt wurde. Das Programm...

StartUp Namibia besucht Swakopmund

1 woche her - 08 Januar 2021 | Wirtschaft

Swakopmund/Windhoek (sb) - StartUp Namibia hat seine Aktivitäten auf den Küstenort Swakopmund ausgeweitet und ein sogenanntes Pop-up-Camp eingerichtet, das Mitte Dezember vergangenen Jahres startete und...

AfCFTA-Abkommen tritt in Kraft

1 woche her - 06 Januar 2021 | Wirtschaft

Windhoek (Nampa/sb) - Namibia ist bereit, die Handelsmöglichkeiten zu nutzen, die das kürzlich in Kraft getretene Abkommen der sogenannten African Continental Free Trade Area (AfCFTA)...

MK-Seuche in Oshikoto ausgebrochen

1 woche her - 04 Januar 2021 | Landwirtschaft

Windhoek (Nampa/hf) - Das Veterinäramt meldet den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) im Dorf Onamulunga in der Region Oshikoto. Seit dem 28. Dezember,...

Ombudsmann kritisiert

vor 3 wochen - 24 Dezember 2020 | Wirtschaft

Windhoek (OT/hf) - Die Zentrale Beschaffungskommission Namibias wehrt sich gegen den kritischen Befund des Ombudsmannes, der das Verfahren zur Anstellung von Personal scharf kritisiert. Die...

Anschub für Jungunternehmer

vor 3 wochen - 21 Dezember 2020 | Wirtschaft

Von Eberhard Hofmann Windhoek Strikte Darlehensbedingungen der Handelsbanken für angehende Kleinunternehmen (MSMEs: Micro, small & and Medium enterprises) werden ständig bemängelt. Neugründung werde dadurch...

Omeya in der Bredouille

vor 1 monat - 15 Dezember 2020 | Wirtschaft

Von Elvira Hattingh & E. Hofmann Windhoek Aus der Alternative der Bankrotterklärung der zuständigen Entwicklungsgesellschaft – sie nennt sich Ogro: Omeya Gholf en...

Auktionator gesucht

vor 1 monat - 14 Dezember 2020 | Landwirtschaft

Windhoek (El. Hat/hf) - Die namibische Karakul-Banche, bekannt als Swakara, muss sich im neuen Jahr im Ausland um ein anderes internationales Auktionshaus bemühen. Die langjährig...