15 September 2021 | Natur & Umwelt

Schimpansen töten Gorilla-Babies

Windhoek (km) - Forscher des Laongo-Schimpanzenprojekts haben interessante Beobachtungen im Verhalten von Schimpansen und Gorillas gemacht. Seit 16 Jahren untersuchen sie im Loango-Nationalpark in Gabun das Verhalten von Schimpansenherden. Zum ersten mal seit Beginn der Forschungen haben sie beobachtet, wie Schimpansen bei einem Zusammentreffen mit Gorillas bei zwei verschiedenen Gelegenheiten ein Gorillababy töteten. Das berichtete das Magazin Africa Geographic unter Berufung auf die dazu veröffentlichte Studie. In der Natur kommt es des Öfteren zu intraspezifischen Tötungen, also innerhalb einer Art. Gorillas und Schimpansen, vor allem männliche Schimpansengruppen, sind dafür bekannt, in benachbarte Herden einzudringen und sie anzugreifen. Doch Zusammenkünfte zwischen Schimpansen und Gorillas waren in der Vergangenheit immer friedlich, entspannt und gelgentlich auch verspielt.

Bei dem ersten verzeichneten Vorfall im Februar 2019 kam es zu einer fast einstündigen Konfrontation zwischen 18 Schimpansen und fünf Gorillas, bei denen ein Gorilla-Kind im Chaos von seiner Mutter egtrennt und etötet wurde. Bei dem zweiten Zusammenstoß im Dezember 2019 umzingelten 27 Schimpansen eine Gorilla-Gruppe und deren Silberrücken-Anführer floh. Die Schimpansen versuchten, einem Gorilla-Weibchen ihr Baby wegzunehmen, was jedoch nicht gelang. Einem anderen Weibchen jedoch wurde das Kind entrissen und fast gänzlich aufgefressen. Die Wissenschafter vom Max-Planck-Institut und von der Osnabrücker Universität haben mehrere Erklärungsansätze, darunter Jagdverhalten, was allerdings nicht vollständig passt, oder interspezifische Konkurrenz. Sie vermuten jedoch, dass der Verlust von Lebensraum und der Klimawandel den Konkurrenzkampf um Nahrung verstärkt und zu verstärkt aggressiven Begegnungen zwischen den beiden Arten geführt hat.

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