26 November 2010 | Polizei & Gericht

Schein-Entführung als Alibi

Windhoek - Acht Männer, zwei von ihnen mit automatischen Sturmgewehren des Typs AK-47 bewaffnet, hätten am Mittwochvormittag zwischen 10 und 11 Uhr den Fahrer eines Kleinlasters von VZ Trucking und seinen Assistenten entführt, bedroht, gefesselt und die Fracht gestohlen. Der Fahrer gab zu Protokoll, dass die Kriminellen die Beute - 200 Kartons mit Laptops, Kameras, Druckern, Taschen für elektronische Geräte und Flachbildschirmen - in einem roten und einem weißen BMW abtransportiert hätten.

"Unser Ortungssystem zeigte an, dass der Lkw, der 200 Kartons mit elektronischen Geräten bei Etosha Transport aufladen und zu Incredible Connections beim Maerua-Einkaufszentrum bringen sollte, sich bei einem Wohnhaus in der Friedrich-Maharero-Straße befand. Dann zeigte das System an, dass das Fahrzeug sich in der Moses-Garoreb-Straße befinden sollte", sagte Jacques van Zyl, Sohn des Eigentümers Louis van Zyl, zur AZ. Die van Zyls seien in die Moses-Garoeb-Straße gefahren, konnten den Lkw jedoch nicht entdecken. Dann hätten sie einen anonymen Anruf erhalten, dass "unweit der Moses-Garoeb-Straße ein Lkw von VZ Trucking steht und neben dem Lkw ein Mann in Handschellen". Kurz darauf hätten die van Zyls den Lkw und den gefesselten Assistenten entdeckt sowie den Fahrer, der 300 Meter vom Lkw "mit Stricken an einen schattigen Baum gefesselt war".
Die Stadtpolizei unter Befehl von Johan Kellerman sei informiert worden. Die Schilderung der Angestellten sei sehr widersprüchlich gewesen und eine Durchsuchung des Hauses in der Friedrich-Maharero-Straße habe einen Teil der Beute hervorgebracht. Zwei Angolaner wurden verhaftet, die eine Adresse in der Burgerstraße in einem Wohnkomplex angaben, wo sich der Kopf der Bande aufhalten sollte. Der Verdächtige sei den Polizisten bekannt gewesen und kurz vor dem Zielort sei der Gesuchte den Polizisten in der Sesriemstraße entgegen gekommen. "Der Mann versuchte zu flüchten, aber wir konnten ihm den Weg versperren. Er war in einem schwarzen VW mit falschen Nummernschildern und gefälschter Lizenz unterwegs", sagte Kellerman. In dem Auto entdeckten die Beamten einen Teil der Beute und in dem Schlafzimmer des Angolaners stapelten sich Kartons mit den gestohlenen elektronischen Geräten bis unter die Decke. Zudem fand die herbeigerufene namibische Polizei weitere Nummernschilder für Fahrzeuge sowie den angolanischen Pass und Personalausweis des Verhafteten. Polizisten äußerten der AZ gegenüber, dass der Bandenchef "ein alter Bekannter ist, der schon zuvor wie seine beiden Komplizen festgenommen worden war, aber ihnen nie hundertprozentig eine Tat nachgewiesen werden konnte. Diesmal sind die Indizien jedoch mehr als deutlich".

Anwohner der Reihenhäuser in dem Wohnkomplex behaupteten gegenüber Medienvertretern, dass sie nichts bemerkt hätten und das Diebesgut wohl während "der Bürostunden, als wir alle bei der Arbeit waren, abgeladen wurde".

Die drei Angolaner und die beiden Namibier sollen heute in Windhoek vor Gericht erscheinen. Der Wert der gestohlenen Computer und Computerausrüstung belief sich auf 511587,79 Namibia-Dollar.

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