Schadenersatz nach Schießvorfall
Schadenersatz nach Schießvorfall

Schadenersatz nach Schießvorfall

Stefan Noechel
Windhoek (krk/sno) - Ein Einwohner aus dem Walvis Bayer Wohnort Kuisebmond hat das Innenministerium und die Namibische Polizei (Nampol) auf Schadenersatz in Höhe von 3,3 Mio. Namibia Dollar (N$) verklagt. Der Mann behauptet in seiner Klageschrift, dass ein namibischer Polizist unberechtigt auf ihn geschossen und ihn in den Hals getroffen haben soll. Nemushi Iimanuel Amandus wurde am 1. April auf offener Straße, vor Augenzeugen von hinten in den Hals getroffen. Den Gerichtsakten ist zu entnehmen, dass die Kugel nicht entfernt werden kann, da die Gefahr besteht, dass Amandus während der Operation gelähmt und/oder sterben könnte.

Gerichtsangaben zufolge bestreiten das Ministerium und die namibische Polizei den Vorfall nicht und möchten die Sache außergerichtlich schlichten. Beide Parteien sind sich jedoch einig den gewünschten Betrag von 3,3 Mio. N$ nicht zu zahlen.

Amandus fordert etwa 1,5 Mio. N$ für erlittene Schmerzen und Leiden, 1 Million N$ für das emotionale und psychische Leiden, 100 000 N$ für medizinische Versorgung und Untersuchungen. Er verlangt weitere 700 000 N$ für anschließende medizinische Ausgaben und Operationen, die er ebenfalls aus eigener Tasche bezahlen musste.

In einer anderen Klage gegen das Innenministerium haben zwei Männer eine Klage in Höhe von einer halben Million N$ eingereicht. Reinhold Dhigiina Nangolo und Naftal Fiindje Nafital klagen gegen eine illegale Verhaftung wobei sie unrechtmäßig inhaftiert und erst nach zwei Tagen auf Kaution freigelassen wurden. Beide Männer verklagen das Ministerium für je 250 000 N$.

Kommentar

Allgemeine Zeitung 2022-12-08

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