04 Dezember 2020 | Natur & Umwelt

SASSCAL-Klimamesse eröffnet

Technologie vorteilhaft im Kampf gegen den Klimawandel einsetzen

Die Klimamesse des Klimaforschungsdienstes im südlichen Afrika (SASSCAL) fand gestern in Windhoek statt. Im Vordergrund der virtuellen Ausstellung stand die gemeindenahe Klimawandelforschung unter Einsatz moderner Technologie.

Von Steffi Balzar, Windhoek

Der Deutsche Botschafter in Namibia, Herbert Beck, eröffnete gestern in Windhoek die SASSCAL -Klimamesse (SASSCAL Climate Science Exhibiton). „Ziel ist es, den Einfluss des Klimawandels auf das südliche Afrika zu erörtern und konkrete Lösungen für konkrete Probleme zu finden“, so Beck. Im Vordergrund der Messe, die auch virtuell angeboten wurde, stand laut dem Klimaforschungsdienst SASSCAL die Bewusstseinsschärfung für Technologien zur Anpassung an den Klimawandel, die für die Gemeinschaften entwickelt wurden. Die Geschäftsführerin von SASSCAL, Dr. Jane Olwoch, ging darauf ein, dass besonders der Energie-Sektor eine große Rolle beim Vorantreiben des Klimawandels spiele. „Deshalb befassen sich derzeit 5 SASSCAL-Mitglieder und zwölf Länder in Afrika mit dem Einsatz von Grünem Wasserstoff, der derzeit saubersten Energiequelle“, so Olwoch.

SASSCAL wird unter anderem von dem deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und erhielt zwischen 2013 und 2018 finanzielle Unterstützung im Wert von über 23 Millionen Euro für verschiedene Forschungsprojekte, so Olwoch. Im kommenden Jahr will SASSCAL das 2.0 Research Programm umsetzten, dass von dem BMBF mit 10 Millionen Euro gefördert wird, und ist ferner dabei, das erste Studienprogramm für integriertes Wasserressourcenmanagement (IWRM) in Namibia einzurichten, das von der Namibischen Universität für Wissenschaft und Technik (NUST) durchgeführt und dem BMBF gefördert wird.

Während der ersten Podiumsdiskussion der Messe, ging es um den Einsatz von Technologie in der Entwicklung von Maßnahmen gegen den Klimawandel. Dr. Lameck Mwewa von der NUST sprach über eingeführte Maßnahmen, die auf langer Sicht den betreffenden Gemeinden mehr schaden, als dass sie ihnen helfen. „Diese Gemeinden verfügen ihr eigenes Wissen und haben dies jahrzehntelang angewandt, um mit Klimakatastrophen umzugehen.“ Seiner Meinung nach sollte dies in Acht genommen werden und wissenschaftliche Daten dies komplettieren, anstatt es zu verdrängen.

Klemens Riha von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sprach über einen ähnlichen Ansatz. Im Bereich der gemeindenahen Maßnahmen (community based interventions) ist es wichtig, sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse zu stützen, ebenso wichtig ist es jedoch, die Perspektiven der betroffenen Personen mit einzubeziehen“, so Riha. Aufgrund der anhaltenden Dürre in Namibia gebe es eine erhöhte Konkurrenz zwischen Menschen und Tieren um Wasserreserven. Um diese zu mildern, führe die GIZ unter anderem mit dem Umweltministerium verschiedenen Maßnahmen durch, besonders im Norden des Landes.

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