06 Januar 2017 | Politik

Sammelklage eingereicht

Windhoek/New York (fis) - Vertreter der Ovaherero und Nama haben jetzt in New York eine Sammelklage gegen Deutschland eingereicht, um Entschädigungszahlungen wegen des Kolonialkriges 1904-08 zu erreichen, den sie sowie die deutsche und namibische Regierung als Völkermord bezeichnen. Das berichten heute gleichlautend Nachrichtenagenturen aus Namibia und den USA. Dabei werden Herero-Chef Vekuii Rukoro und Nama-Chef David Frederick als Klageführer genannt. Die Beiden wollen außerdem erreichen, dass sie in die Ende 2015 begonnenen bilateralen Gespräche zwischen den Regierungen Namibias und Deutschlands einbezogen werden. Die Klageführer geben an, dass sie im Namen „aller Herero und Nama weltweit“ auftreten. Sie verlangen „Entschädigung für den Völkermord“ unter der deutschen Kolonialverwaltung. Weder die Herero noch die Nama würden eine Entschuldigung akzeptieren, die keine Reparationen vorsehe, meint Rukoro. Finanzielle Entschädigungen hatten beide Regierungen bislang stets vehement abgelehnt. Juristisch vertreten werden die Klageführer von der US-Anwaltskanzlei McCallion & Associates in New York City. (Das Bild zeigt Ovaherero und Nama bei einem Treffen in Okahandja im Oktober 2016.)

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