23 Januar 2019 | Politik

SADC äußert sich bislang nicht zu Ausschreitungen

Simbabwes Präsident Mnangagwa fordert Untersuchung der Gewalt gegen Demonstranten

Harare/Windhoek (dpa/ste) - Kaum eine Woche nach schweren Zusammenstößen bei Oppositionsprotesten in Simbabwe, hat Präsident Emmerson Mnangagwa eine Untersuchung der Gewalt seitens der Sicherheitskräfte angekündigt. Gewalt oder Fehlverhalten seitens der Polizei oder des Militärs seien „inakzeptabel“ und müssten untersucht werden, erklärte der Staatschef am Dienstag auf Twitter. „Falls nötig, werden auch Köpfe rollen“, so Mnangagwa weiter. Gleichzeitig verurteilt er auch die „mutwillige Gewalt“ der Demonstranten. Das Land im südlichen Afrika ist derzeit in seiner schwersten Wirtschaftskrise seit zehn Jahren.

Wegen der Unruhen in Simbabwe hatte Mnangagwa am Sonntagabend eine Auslandsreise verkürzt und in letzter Minute seine Teilnahme am Weltwirtschaftsforum in Davos abgesagt. Vergangene Woche war es nach einer überraschenden Verdoppelung des Benzinpreises zu massiven Protesten gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung gekommen. Sicherheitskräfte gingen hart gegen Demonstranten vor; es gab Tote, Verletzte und hunderte Festnahmen. Um weitere Proteste zu verhindern, ließ die Regierung zeitweise das Internet abschalten.

Nach der Präsidentenwahl im Juli 2018 griffen Sicherheitskräfte ebenfalls hart gegen Demonstranten durch; es gab mehrere Tote. Eine Untersuchungskommission hat den Sicherheitskräften Fehlverhalten vorgeworfen, es gab jedoch keine bekannten personellen Konsequenzen und es scheint eher unwahrscheinlich, dass sich daran etwas ändern wird.

Die südafrikanische Staatengemeinschaft SADC hatte in diesen Tagen den Präsidenten Rwandas und Vorsitzenden der Afrikanischen Union (AU), Paul Kagame, vorgeführt, indem sie seinem Versuch die Wahlergebnisse der Demokratischen Republik Kongo (DRC) überprüfen zu lassen, eine Abfuhr erteilten und Felix Tshisekedi kurzerhand zu seinem Wahlgewinn gratulierten.

Entsprechend dieser Verhaltensweise hat sich die Staatengemeinschaft bisher auch nicht zu der Gewalt und Ausschreitungen in Simbabwe geäußert und stattdessen die übliche Solidarität erhalten.

Gleiche Nachricht

 

SADC-Vorsitz im „Haus des Friedens“

vor 23 stunden | Politik

Windhoek/Daressalam (ste) - Nach einer Woche, in der vorbereitende Sitzungen und Treffen der verschiedenen Unterausschüsse der Staatengemeinschaft des Südlichen Afrikas (SADC) in der Hauptstadt Tansanias,...

Abnehmende Befürwortung der Pressefreiheit

vor 23 stunden | Politik

Laut dem Welt-Pressefreiheitindex von 2019 ist Namibia das führende afrikanische Land hinsichtlich der Pressefreiheit. Weltweit belegte Namibia allerdings den 23. Platz, welches darauf hindeutet, dass...

Geingob beendet Gemeinschaftstreffen

vor 3 tagen - 16 August 2019 | Politik

Präsident Hage Geingob hat gestern seine sogenannten Town-Hall-Meetings, die ihn in verschiedene Regionen des Landes geführt haben, mit einem Gemeinschaftstreffen auf dem Gelände der...

ECN registriert viele Wähler in Erongo

vor 3 tagen - 16 August 2019 | Politik

Swakopmund (er) – Mehr als 20000 Personen haben sich während der ergänzenden Wählerregistrierung in der Erongo-Region für die bevorstehenden Wahlen gemeldet. Indes wurde nun auch...

Abwanderung der Kompetenzen

1 woche her - 12 August 2019 | Politik

Kürzlich traf ich auf zwei junge Krankenschwestern, die sich im Vereinigten Königreich beworben haben. Beide hatten das Gefühl, dass ihnen dies Land keine wirtschaftlichen Perspektiven...

Namvet fordert Geld

1 woche her - 09 August 2019 | Politik

Windhoek (NMH/ste) - Der Namibia War Veterans‘ Trust (Namvet), der die Ex-Soldaten der ehemaligen Gebietsstreitkräfte SWATF aus der Zeit vor der Unabhängigkeit vertritt, fordert erneut...

Im Klartext | Wahl 2019

vor 2 wochen - 05 August 2019 | Politik

Nachmassen die Wahlen näher rücken, werden die Parteien damit beginnen, ihre Politik formell zu formulieren. Entwürfe ihrer Meinungen darüber, wie das Land geführt werden sollte....

Geburtstagsgruß aus China

vor 2 wochen - 05 August 2019 | Politik

Swakopmund/Walvis Bay (er) - Mehr als 1,3 Milliarden Menschen sollen Präsident Hage Geingob zu seinem 78. Geburtstag am vergangenen Samstag gratuliert haben. Dies entspricht zumindest...

Unwille über Hilfe unverständlich

vor 2 wochen - 05 August 2019 | Politik

Von Frank Steffen, Windhoek In einem Telefongespräch mit Klaus Schricker von der Firma K2 Global Services Limited in Hong Kong, meinte dieser zur AZ: „Diese...

Wirtschaftliches Schicksal neubestimmt

vor 2 wochen - 01 August 2019 | Politik

Von Frank Steffen & Nampa, Windhoek Das namibische Staatsoberhaupt, Hage Geingob, eröffnete gestern Morgen formell einen zweitägigen Wirtschaftswachstums-Gipfel in Windhoek unter dem Motto „Wirtschaftliche...