07 November 2012 | Wirtschaft

SADC bekennt sich zu Ökostrom

Windhoek - Der zweite Tag der Konferenz zum zehnten Jubiläum des Regionalen Dachverbandes der Energiekontrollbehörden des südlichen Afrikas (Regional Electricity Regulators Association of Southern Africa, RERA) in Windhoek behandelte das Thema Erneuerbare Energien. "Die SADC-Region besitzt reichlich erneuerbare Energieressourcen, von denen allerdings nur ein Bruchteil genutzt wird", sagte gestern Odala Matupa, Vertreter der Staatengemeinschaft. Er ist der Programmleiter des regionalen Strategie- und Aktionsplanes für Erneuerbare Energien (Renewable Energy Strategy and Action Plan, RESAP).

Wie Matupa erklärte, ziele der Plan auf weitere Elektrifizierung und auf sichere Energieversorgung. Dabei seien alternative Kraftstoffe und der Umweltschutz wichtige Aspekte des RESAP-Programmes, dementsprechende Ziele wurden in dem Plan festgehalten. "Bis 2020 sollen 33 Prozent des Strombedarfs aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden und bis 2030 sogar 39 Prozent", teilte der SADC-Programmleiter in seiner Präsentation mit. Um dieses Ziel zu erreichen, seien bis 2030 Investitionen in Höhe von insgesamt 177 Milliarden US-Dollar (mehr als 1,5 Billionen Namibia-Dollar) vonnöten. Allein bis zum Jahr 2015 falle ein Finanzaufwand von 40 Milliarden US-Dollar (fast 348 Milliarden Namibia-Dollar) an, erklärte Matupa in seiner Darbietung.

Der Plan soll bis Mai kommenden Jahres von den Energieministern der Mitgliedsstaaten angenommen und nachfolgend umgesetzt werden. Doch nicht alle Länder hätten sich der Herausforderung der nachhaltigen Energieversorgung gewidmet. "Die meisten Länder besitzen nationale Energie-Programme und -Richtlinien, doch nicht alle orientieren sich an Erneuerbaren Energien", sagte Matupa. Der SADC-Vertreter unterstrich aber auch, dass der Privatsektor bei der Entwicklung Erneuerbarer Energien eine bedeutende Rolle spiele und es eine entsprechende Zusammenarbeit geben müsse.

Das südliche Afrika könne bei der Bewältigung des drohenden Energiedefizits auf die Hilfe der USA zählen, erklärte Cleveland Thomas, regionaler Berater der amerikanischen (staatlichen) Entwicklungsagentur USAID (United States Agency for International Development). Ihm zufolge werde "saubere Energie" künftig eine wichtige Rolle spielen. "Alle Finanzspritzen für die Entwicklung der Energieversorgung sind für saubere Energien vorgesehen", so der US-Amerikaner. Zu "sauberen" Energiequellen zählen allerdings ebenfalls - wenn auch umstritten - Nuklearbrennstoffe und Kohle, wie der Vertreter des namibischen Stromversorgers NamPower, David Jarrett, erklärte. Denn "saubere Energie" werde durch die CO2-Emmissionen definiert.

Jarrett behandelte die Frage, ob Energieversorger das Modell sauberer Energie - darunter hauptsächlich Erneuerbare Energien wie Wind, Solar und Wasser - überhaupt aufgreifen können. "Erneuerbare Energien werde bereits in ganz Afrika genutzt", erklärte der NamPower-Mitarbeiter. Man müsse sich der Herausforderungen und der Wirtschaftsbedürfnisse bewusst sein. Ebenso müsse man die politischen Richtlinien anpassen und "die Öffentlichkeit informieren". Dabei erklärte Jarrett, dass beim Umgang mit Energie ein Umdenken nötig sei.

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