30 Juli 2013 | Landwirtschaft

Saat für Dürre- und Flutopfer

Nur etwa die Hälfte einer normalen durchschnittlichen Mahangu-Ernte wurde in diesem Jahr in den Kommunalgebieten eingefahren. Im Maisdreieck konnten die kommerziellen Farmer, die auf Regen angewiesen sind und nicht berieseln, nur ein Zehntel der sonstigen normalen Ernte einbringen“, sagte der Geschäftsführer des namibischen Ackerbaurates, Christof Brock auf Nachfrage. „Wir, der Vorsitzende vom Ackerbauproduzenten-Verband Gernot Eggers und ich im Namen des namibischen Landwirtschaftsverbandes, haben am 5. Juli dieses Jahres einen Antrag beim Staatssekretär des Ministeriums für Landwirtschaft, Wasserbau und Forstwirtschaft, Joseph Iita, für Hilfe für die kommerziellen Ackerbaufarmer, die auf Trockenland anbauen, eingereicht. Die Dürrehilfe würde 8 Mio. Namibia-Dollar betragen“, sagte Harald Marggraff gegenüber der AZ. Bisher habe der Verband noch keine Antwort erhalten, ob auch die kommerziellen Maisproduzenten subventioniert werden. Viehfarmer werden bereits, wie vom Ministerium für Landwirtschaft, Wasserbau und Forstwirtschaft am 12. Juni dieses Jahres angekündigt, im Rahmen der Dürrenothilfe finanziell unterstützt, wenn sie ihre Tiere verkaufen oder Weide pachten. Zahlreiche Nachfragen von Ackerbauern, die durch die derzeit herrschende Dürre oder durch Hochwasser ihre Ernten verloren haben, für Saatgut für die nächste Saison seien beim Ministerium eingegangen. Farmer die Mais oder Perlhirse (Mahangu) anpflanzen und vom Regen abhängig sind, werden Saatgut erhalten, wenn sie in der vergangenen Saison durch die Trockenheit oder wie in der Caprivi-Region durch Hochwasser des Sambesi ihre Ernte verloren haben. Das Landwirtschaftsministerium betont jedoch in einer Presseerklärung, dass Saatgut für maximal drei Hektar frei zur Verfügung gestellt werde. Das Landwirtschaftsministerium habe insgesamt 80 Tonnen Perlhirsesaat bei verschiedenen Forschungsstationen und Projekten mit künstlicher Bewässerung produziert. Weiterhin stehen 20 Tonnen verbesserte Maissaat von hiesigen Maissaatproduzenten zur Verfügung. Zudem plane das Ministerium weitere 100 Tonnen Perlhirsesaat unter künstlicher Bewässerung auf den Grün-Schema-Projekten und Forschungsstationen zu produzieren. Da nur eine sehr kurze Zeitspanne zur Verfügung stehe, könne kein zusätzlicher Mais angepflanzt werden. Trotz der Eigenproduktion sei es nötig weiteres Saatgut zum Anpflanzen von Perlhirse, Mais, Mohrenhirse (Sorghum) und Hülsenfrüchten zu importieren, so das Ministerium. Innerhalb der ersten beiden Wochen im August werde das Landwirtschaftsministerium zehn Tonnen verbesserte Maissaat jenen Familien in der Caprivi-Region zur Verfügung stellen, die ihre Ernte durch Hochwasser am Anfang des Jahres verloren haben. Es sei wichtig, dass alle Interessenträger eng zusammenarbeiten und jene, die Saatgut erhalten wollen, sich bei den Regionalräten registrieren. Im Augenblick stehen 5 Mio. Namibia-Dollar für die Produktion und Verteilung von Perlhirse an die betroffenen Gemeinschaften zur Verfügung. Das Ministerium erwäge zudem auch kommerziellen Farmern, die nicht künstlich bewässern, mit Saatgut in der kommenden Pflanzungsperiode zu helfen. Fleischproduzenten erhalten bereits finanzielle Hilfe wenn sie ihr Vieh verkaufen. Von Dirk Heinrich, Windhoek

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