12 März 2021 | Vor 50 Jahren

SA-STIFTUNG KRITISIERT US-FERNSEHFILM

Washington - Die Südafrika-Stiftung hat beim Columbia Broadcasting System (CBS) eine Beschwerde gegen verschiedene Fehler in einem Fernseh-Dokumentarfilm „A black view of South Africa“ eingereicht. Direktor John Chettel teilte dem CBS-Präsidenten Dr. Frank Stanton in einem Schreiben mit, dass dem Film mindestens zehn Fehler unterlaufen seien. Eine Abschrift des Briefes ging an die Bundeskommunikations-Kommission, die für die Zuteilung von Lizenzen an Rundfunk- und Fernsehanstalten verantwortlich ist.

In dem Kommentar zu dem Film hieß es unter anderem, es sei für einen amerikanischen Journalisten leichter nach Hanoi als nach Südafrika zu kommen. In seinem Schreiben weist Chettel darauf hin, dass insgesamt zehn amerikanische Journalisten während der vergangenen fünf Jahre nach Hanoi gelangten, wahrend 100 Sudafrika besucht haben.

ÖLTANKER „WAFRA“ GESUNKEN

Kapstadt - Die „Wafra“ ist gesunken. Das gab der Oberbefehlshaber der südafrikanischen Streitkräfte, Kommandant-General R. C. Hiemstra, heute Morgen im Rahmen einer kurzen Pressekonferenz in Kapstadt bekannt. Wie General Hiemstra ferner mitteilte, konnte der Tanker durch den Abwurf von mehreren Unterwasserbomben versenkt werden.

FRAU GHANDI GEWINNT ABSOLUTE MEHRHEIT

Neu-Delhi - Die Ministerpräsidentin Frau Indira Gandhi hat die absolute Mehrheit im Parlament zurückgewonnen. Nach den letzten Auszählungen erhielt ihre Kongresspartei 260 von 518 Sitzen. Bis jetzt steht das Wahlergebnis in 350 Wahlkreisen fest. Die oppositionelle Wahlallianz, die sich aus vier Parteien zusammensetzt, erhielt nur 14 Sitze. Frau Gandhi wurde ihrem Wahlkreis mit einer Mehrheit von mehr als 100 000 Stimmen gewählt. Ihr Sieg über den konservativen Flügel der Kongresspartei, der sich 1969 von ihr trennte und sie stürzen wollte, ist vollständig.

BRITISCH-RHODESISCHE KONTAKTE

London - Aus informierten Kreisen ist zu hören, dass zwischen Großbritannien und Rhodesien neue Kontakte aufgenommen wurden. In einem Bericht der Londoner „Daily Mail“ heißt es, Wien oder Genf seien als Verhandlungsorte vorgesehen. Dies sind jedoch nur Vermutungen, da nicht angenommen wird, dass der rhodesische Premier Ian Smith auf der Grundlage der fünf Prinzipien verhandeln will. Die gegenwärtigen Kontakte dienen offenbar nur dazu, um festzustellen, ob überhaupt eine Grundlage zu Verhandlungen besteht.

WICHTIGES IN KÜRZE

Lusaka - Zwei frühere Minister sind zu je 500 Kwacha (Rand) Buße verurteilt worden, weil sie Entwicklungsgelder für die Landwirtschaft, die sie verwalten sollten, unterschlagen hatten. Gefängnisstrafen von je neun Monaten wurden mit einer Bewahrungsfrist von zwei Jahren bedingt ausgesprochen.

Daressalam - In den amtlichen Büros dürfen Frauen keine Mini- und durchsichtigen Kleider, keine „Glockenhosen“ mehr tragen, und außerdem dürfen sie keinen Lippenstift verwenden. Männer dürfen keine blusenartigen Hemden tragen, und Haare und Barte „dürfen nicht sich selbst überlassen werden“.

Paris - in Frankreich dauert der Streik der 2 400 Piloten, des Navigations- und Funkpersonals weiter an. Der gesamte Flugzeugverkehr der Air France, der Air Inter und UTA ist stillgelegt. Die Streikenden verlangen höhere Löhne und längere Urlaubszeiten.

London - Großbritannien wird einen neuen Versuch unternehmen, wie aus einem Brief des parlamentarischen Unterstaatssekretärs im Außenministerium an ein Unterhausmitglied hervorgeht, die Sowjetunion dazu zu bringen, dass Rudolf Hess aus dem Gefängnis entlassen wird.

EINE BEDEUTSAME RICHTERFRAGE

Den Haag - Der sowjetische Richter Platon Morosoff stellte in dieser Woche dem amerikanischen Rechtsvertreter im Internationalen Gerichtshof gewisse Fragen, die eine entscheidende Auswirkung auf den Verlauf des gegenwärtigen Verfahrens haben können. Seine Fragen behandelten den ursprünglichen Beschluss des Weltsicherheitsrates, die Südwestafrika-Angelegenheit dem Internationalen Gerichtshof zu übergeben. Beobachter halten diese Fragen für die bisher interessantesten und unter Umständen auch wichtigsten der bisher gestellten 23 Fragen. Aufgrund der Formulierung seiner Fragen entsteht der Eindruck, dass Richter Morosoff sich ganz und gar auf Südafrikas Interpretation der Charta der Vereinten Nationen in Bezug auf die Beschlüsse des Sicherheitsrates verlassen hat.

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