24 Oktober 2019 | Afrika

Russland will mit Afrika im Anti-Terror-Kampf enger zusammenarbeiten

Sotschi (dpa) - Russland will im Kampf gegen Terrorismus und Extremismus seine Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten ausbauen. Die Kontakte zwischen den Sicherheitsorganen und Geheimdiensten Russlands und der afrikanischen Staaten sollten dazu intensiver werden, sagte Kremlchef Wladimir Putin am Donnerstag in Sotschi. Beim ersten Russland-Afrika-Gipfel sicherte er seinen Gästen zudem weitere militärische Unterstützung in Verteidigungsfragen zu.
Armeeangehörige aus 20 afrikanischen Staaten würden aktuell an den Militär-Hochschulen in Russland ausgebildet, sagte Putin am zweiten und letzten Tag des Gipfels am Schwarzen Meer. Im Interesse der Verteidigungsfähigkeit der Armeen einzelner afrikanischer Staaten gebe es zudem eine Zusammenarbeit auf militärischem und militär-technischem Gebiet, sagte er.
Russland hat nach Darstellung des Kremlchefs mit mehr als 30 afrikanischen Staaten Vereinbarungen über eine solche militärisch-technische Zusammenarbeit geschlossen. Geliefert würden Waffen und Technik. Russland entsendet immer wieder auch Militärberater in afrikanische Staaten.
Die Entwicklung in vielen Ländern Afrikas werde durch „Terrorismus, die Verbreitung extremistischer Ideologien, durch transnationale Kriminalität und Piraterie behindert“, meinte Putin. In einer Rede zeigte er sich besorgt darüber, dass viele zwischenstaatliche und ethnische Konflikte ungelöst blieben in Afrika. Zudem setzten sich schwere politische, wirtschaftliche und soziale Krisen fort. „Viele Länder haben außerdem mit den Konsequenzen des sogenannten Arabischen Frühlings zu kämpfen, in dessen Folge die Situation in ganz Nordafrika destabilisiert ist“, sagte er.
An dem Gipfel nahmen rund 10000 Vertreter aus mehr als 50 Ländern Afrikas teil, darunter mehr als 40 Staats- und Regierungschefs. Das Treffen soll künftig alle drei Jahre über die Bühne gehen. Geplant ist auch eine engere Zusammenarbeit zwischen der Afrikanischen Union und der von Russland dominierten Eurasischen Wirtschaftsunion.
Russland will –wie vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor rund 30 Jahren - wieder Stärke zeigen auf dem afrikanischen Kontinent. Die Rohstoffmacht sieht sich dabei auch in Konkurrenz vor allem zu den USA und zu China. Der entwicklungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Christoph Hoffmann, meinte, dass Europa sich beeilen müsse, um Russland dort nicht das Feld zu überlassen.
„Putins Afrikapolitik ist der Startschuss für weiteren Neokolonialismus im 21. Jahrhundert“, sagte Hoffmann einer in Berlin veröffentlichten Mitteilung zufolge. „Durch das Versprechen Putins, Afrika ohne Bedingungen zu helfen, werden internationale Standards unterlaufen und die afrikanischen Despoten mit frischen Waffen versorgt.“ Hoffmann forderte die Bundesregierung auf, die Entwicklungszusammenarbeit auf europäischer Ebene zu organisieren.

Gleiche Nachricht

 

Ägyptens Präsident Al-Sisi nimmt an Mubaraks Beerdigung teil

vor 1 tag - 28 Februar 2020 | Afrika

Kairo (dpa) - Ägyptens verstorbener Langzeitpräsident Husni Mubarak ist am Mittwoch mit militärischen Ehren beerdigt worden. An der Trauerzeremonie, die unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattfand, nahm...

Steinmeier besucht den Sudan - Demokratisierungsprozess unterstützen

vor 1 tag - 28 Februar 2020 | Afrika

Khartum (dpa) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will mit einem Besuch im Sudan demonstrativ den dort eingeleiteten Demokratisierungsprozess unterstützen. Vor seinem Arbeitsbesuch wies er darauf hin,...

Heiko Maas droht Waffenlieferanten

vor 1 tag - 28 Februar 2020 | Afrika

New York (dpa) - Bundesaußenminister Heiko Maas hat den Staaten, die trotz eines UN-Verbots Waffen und Kämpfer nach Libyen schicken, mit Konsequenzen gedroht. „Niemand kann...

test please ignore

vor 2 tagen - 27 Februar 2020 | Afrika

test please ignore

test please ignore

vor 2 tagen - 27 Februar 2020 | Afrika

test please ignore

Libyens Kriegsgegner einigen sich grundsätzlich auf Waffenstillstand

vor 4 tagen - 25 Februar 2020 | Afrika

Genf (dpa) - Nach monatelangen Kämpfen habe sich Libyens Kriegsgegner grundsätzlich auf einen Waffenstillstand für das Bürgerkriegsland geeinigt. Das ausgearbeitete Konzept müsse aber noch für...

Steinmeier beginnt Staatsbesuch in Kenia

vor 5 tagen - 24 Februar 2020 | Afrika

Nairobi (dpa) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat einen dreitägigen Staatsbesuch in Kenia begonnen. Zum Auftakt wurde er heute vom kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta mit militärischen...

Togo wählt Staatsoberhaupt - gute Aussichten für Amtsinhaber

vor 5 tagen - 24 Februar 2020 | Afrika

Lomé (dpa) – Im westafrikanischen Togo haben die Bürger am Samstag einen neuen Staatschef gewählt. Umfragen zufolge standen die Chancen gut, dass Präsident Faure Gnassingbé...

Menschenrechtler: Südsudans Konfliktparteien lassen Menschen hungern

1 woche her - 21 Februar 2020 | Afrika

Genf (dpa) - Die Regierung von Südsudan plündert die Staatskassen und stürzt die Bevölkerung ins Elend - zu diesem Schluss kommen Experten, die sich im...

Gedicht über Ugandas Präsident – Aktivistin freigelassen

1 woche her - 21 Februar 2020 | Afrika

Kampala (dpa) - Eine Aktivistin in Uganda, die wegen eines Gedichts über Langzeitpräsident Yoweri Museveni zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden war, ist freigelassen worden. Stella...