16 Januar 2019 | Gesellschaft

Ruhestand mit Meeresluft

Altersheim in Lüderitzbucht lockt mit Modernität und Frische

Neuer Anstrich, liebevolle Details und großzügige Zimmer. Das Hermine-Offen-Haus-Altersheim in Lüderitzbucht hat eine aufwendige Renovierung hinter sich. Wer hier seinen Lebensabend verbringt, genießt nicht nur geschaffene Modernität des Heims, sondern auch die Idylle der kleinen Hafenstadt.

Von Nina Cerezo, Windhoek/Lüderitzbucht

Das Seniorenheim Hermine-Offen-Haus in Lüderitzbucht ist fertig; fertig renoviert und damit auch fertig für weitere Bewohner. Etwa ein Jahr haben die Arbeiten an und in dem Gebäude in der Schinz-Straße gedauert, denn die Ansprüche waren groß. „Wir wollten alles barrierefrei gestalten und jedes Zimmer sollte ein eigenes Bad erhalten“, erzählt Marion Schelkle. Die gebürtige „Buchterin“ ist Vorstandsmitglied des Seniorenheims und sichtlich mit Herz und Blut involviert.

Bei dem Rundgang gibt sich das Hermine-Offen-Haus als Mischung aus Moderne und Nostalgie. Alte Möbel, oftmals sichtliche Meisterwerke der Tischlerei, füllen die schlichten Zimmer mit mondänen Bädern. Im Flur sorgt hier und da ein kurzer Spruch für positive Gedanken und große Fensterfronten geben der Meeresfrische und den Sonnenstrahlen genug Platz, um hineinzuströmen. Vorher-Nachher-Bilder zeigen den Umbau, der durch einen großzügigen Gönner ermöglicht worden sei.

„Insgesamt haben wir nun acht Zimmer und sieben Wohnungen, in denen auch eine kleine Küchenzeile integriert ist“, berichtet Schelkle. Außerdem gibt es noch zwei kleine Häuschen auf dem Gelände, die ebenfalls bewohnt werden können sowie Garagenplätze für Fahrzeuge. 25 Personen könnten damit in dem Seniorenheim Platz finden, so die Buchterin – eine gute Zahl, um individuellen Wünschen noch gerecht werden zu können oder sich bei Bedarf in der „Masse“ zurückzuziehen.

Alle Zimmer im Haupthaus haben zudem entweder Zugang zum Gemeinschaftsbalkon oder zu einer Terrasse, die in den Garten mündet. „Das ist unser nächstes Projekt“ sagt Schelkle, und hofft, bald genug Mittel oder Sachspender zu finden, die der Außenfläche noch ein wenig Schliff verleihen können. So wäre zum Beispiel ein Sonnenschutz wünschenswert oder auch ein wenig mehr Deko.

Davon wimmelt es nur so an der Tür von Ehepaar Neumann. Sie sind zwei der insgesamt vier Bewohner, die bislang in das Seniorenheim gezogen sind, um hier ihren Lebensabend zu verbringen. Seit acht Monaten seien sie nun hier, berichtet die 83-jährige Allita Charlotte Neumann, die zuvor mit ihrem Mann Adolf Wilhelm in der Nähe von Kapstadt gewohnt hat. Nun, für die letzten Jahre, habe das Paar zurück in die Heimat des Mannes gewollt und auch das Klima habe zu dieser Entscheidung beigetragen.

Die beiden haben es sich gemütlich mit ihren eigenen Möbeln eingerichtet und scheinen angekommen. Auch wenn es für die quirlige Senioren eigentlich noch „viel zu früh“ war. „Ich bin doch noch so fit und jung“, witzelt sie und zieht sich noch einmal ihr T-Shirt zu Recht, bevor das Foto gemacht wird. „Ach, ich bin eh immer schön“, schmunzelt sie schließlich, während sie nach dem perfekten Hintergrund in ihrer Wohnung sucht.

„Wir haben im Moment sechs Mitarbeiter“, fährt Schelkle schließlich fort. Darunter sei auch Krankenschwester Maria, die sich um gewisse ärztliche Angelegenheiten kümmern kann. Es sei allerdings keine Pflegestation, wobei jedoch der örtliche Arzt Dr. DJ Petzer durchaus seine Bereitschaft erklärt habe, in Notfällen zu helfen. Helfen möchte auch Krankenschwester Maria. „Wir sind bereit für mehr Bewohner“, sagt sie und fügt hinzu: „Es ist alles bereit.“

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