04 November 2013 | Polizei & Gericht

Richterin weist Notwehrplädoyer zurück

Windhoek (ms) – Der 29-jährige Elias Lukas, der vor rund drei Jahren den Lebensgefährten seiner Ex-Freundin angeblich aus Notwehr erstochen hat, ist wegen vorsätzlichen Mordes verurteilt worden. Wie Richterin Naomi Shivute bei ihrer Urteilsbegründung am Freitag unter Berufung auf Zeugenaussagen, Tatortspuren und den Obduktionsbericht hervorhob, gebe es keine Anzeichen dafür, dass Lukas sich selbst gegen einen lebensgefährlichen Angriff verteidigt habe, als er am 17. Dezember 2010 den 26-jährigen Malakia Matias in Otjiwarongo erstochen habe. Schließlich würden sich nicht nur forensische Untersuchungen und Zeugenaussagen, sondern auch Angaben des Angeklagten selbst zur Gewissheit verdichten, dass jener dem flüchtigen Matias gefolgt sei und diesen mehrmals in den Rücken gestochen habe. Das Opfer habe folglich keine Bedrohung für den Beschuldigten dargestellt, weshalb sich dieser auch nicht auf eine Notwehrsituation berufen könne. Dabei wies die Richterin auch die Version des Angeklagten zurück, wonach Matias ihn zuerst angegriffen und einige Messerstiche versetzt habe, bevor er geflohen sei. Diese Darstellung sei nach Auffassung der Richterin eine eindeutig erfundene Schutzbehauptung, weil sich an dem Standort des angeblichen Angriffs auf Lukas keine Blutspuren gefunden hätten. Unabhängig davon könne sich Lukas selbst dann nicht auf Notwehr berufen, wenn ihn Matias tatsächlich zuerst mit einem Messer angegriffen haben sollte. Schließlich sei jener von Lukas erwiesener Maßen in den Rücken gestochen worden und habe zum Zeitpunkt dieser Messerattacke keine Bedrohung für den Angeklagten dargestellt. Darüber hinaus verwies die Richterin darauf, dass Lukas seinem Opfer insgesamt elf Messerstiche zugefügt und dabei schwere Verletzungen an lebenswichtigen Organen wie Leber und Lunge beigebracht habe. Demnach habe der Angeklagte eindeutig in Tötungsabsicht gehandelt und sich damit des vorsätzlichen Mordes schuldig gemacht habe. Lukas hatte ausgesagt, er sei bei der Wohnung der Mutter seiner Ex-Freundin von deren neuem Lebensgefährten Matias zunächst beschimpft und beleidigt und dann mit einem Messer angegriffen worden.

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