04 Februar 2011 | Wirtschaft

Revolution der Bytes

Swakopmund - Der Anschluss des Kabels, das an den Endpunkten Europa und Südafrika verbinden soll, verantwortet das südafrikanische Unternehmen SUBTECH, das dafür schon einen strikten Zeitplan festgelegt hat. So wird am Montagmorgen ein Bagger zur Mole gebracht, der die nötigen Vorbereitungen verrichtet. Ein Areal am Strand bei den schwarzen Klippen beim Parkplatz hinter dem Lighthouse wird für die Öffentlichkeit abgesperrt und Sicherheitsbeamte werden dort stationiert.

Am Dienstag ist es dann soweit: Der gesamte Badestrand an der Mole wird geschlossen. Um 5 Uhr morgens wird das Kabellegeschiff "Ile de Brehat", das Anfang Januar im Gewässer vor der Mole aufgetaucht war, sich dem Strand und somit dem Anschlusspunkt nähern. Laut Plan sollen die Arbeiten bis 12 Uhr andauern. Zwei kleinere Bote werden zwischen der "Ile de Brehat" und dem Strand im Einsatz sein. "Jeglichen Schaden an dem Gebiet werden wir wieder gutmachen", heißt es von SUBTECH.

"Das Glasfaserkabel liegt derzeit etwa zwei Kilometer von der Mole entfernt auf dem Meeresboden", sagte Raymondo Pahola, Seniormanager von Telecom Namibia, gestern auf AZ-Nachfrage. Laut Pahola wird das Schiff "sehr nahe an Land" kommen, es brauche eine Tiefe bis zu 16 Meter. Sobald es diese erreicht habe, würden Taucher eingesetzt, die das Kabel an Land brächten. "Sobald das Kabel in Namibia angeschlossen ist, werden weitere Arbeiten von unserer Seite (Telecom) beginnen", so Pahola. Telecom-Pressesprecher Oiva Angula zufolge wurde von namibischer Seite die nötige Infrastruktur schon eingerichtet. "Es werden nur noch kleine Anschlüsse gemacht", sagte er.

Das Kabel wird in Portugal angeschlossen und neben den Kap-Verde-Inseln an insgesamt zwölf anderen Afrikastaaten angeschlossen. Es verfügt laut Angula über eine Bandbreite von 652,8 Gigabyte pro Sekunde (GB/s). Ursprünglich waren 491,5 GB/s geplant, doch inzwischen habe es Verbesserungen gegeben. Das gesamte Unterfangen koste Namibia und Botswana, die sich die Bandbreite und die Kosten jeweils zu 50 Prozent teilen, insgesamt 75 Millionen US-Dollar. Von der gesamten Bandbreite werde Namibia vorläufig nur 80 GB/s nutzen, könne das System bzw. die Leistung aber in Zukunft nach Bedarf aufstocken.

Zur Jahresmitte solle das Kabel funktionsfähig sein, sagte Pahola. Ihm zufolge ist alles planmäßig verlaufen und habe es keine Komplikationen gegeben. "Der Verbraucher wird ab September/Oktober von dem schnelleren Internet profitieren", führte Pahola aus. Pressesprecher Angula fügte hinzu, dass Namibia als erstes Land in Afrika angeschlossen werde. Zum Monatsende folge dann Nigeria.

Die IT-Branche sieht dem Kabelanschluss euphorisch entgegen: Es werde die Nutzung von Internet und E-Mails von der Geschwindigkeit her revolutionieren sowie Schwankungen (auch beim Herunterladen von Dateien) minimieren, heißt es. Ferner seien Telefonate (z.B. nach Europa) sowie der gesamte Internetdienst dann "wesentlich billiger", so Pahola abschließend.

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