03 Juni 2021 | Politik

Reparationen auch für angenommene Nachkommen

Windhoek (km/NMH) - Der ehemalige Leiter der namibischen Standardbank, Vetumbuavi Mungunda, hat den Wert der in Aussicht gestellten deutschen Entwicklungsgelder im Rahmen des Genozidabkommens mit den Baukosten des Neckartal-Damms verglichen. Die Zahlungen seien ein „magerer Betrag“. „Ich kann einfach nicht glauben, wie man bei über 85 000 Toten und 15 Millionen Hektar verlorenem Land zu so einer Zahl kommen kann“, so Mungunda.

Er verglich die Verhandlungen mit den Holocaust-Reparationen, bei denen sich die deutsche Regierung vor 70 Jahren auf einen Betrag von umgerechnet 12,3 Billionen N$ einigte. Ihm zufolge entspräche das heute 506 Billionen N$. Er schlägt vor, die Reparationen nicht nach den tatsächlichen Todeszahlen von 1904 zu berechnen, sondern unter Einbeziehung der angenommenen Nachkommen in den 120 Folgejahren. „Nimmt man ein Bevölkerungswachstum an, das etwa drei Prozent beträgt, liegt die Zahl der Toten, die man heute hätte, bei 2 950 434. Die Bedingung unserer Verhandlungen sollte sein, dass der Geldbetrag Jahr für Jahr wächst, bis wir uns auf ein Abkommen geeinigt haben.“

Mungunda fordert ferner, dass auch der Wert des Landes und der Rinder zurückerstattet werden müsse. Allein das Farmland sei heute 1,5 Billionen N$ wert.

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