03 März 2011 | Freizeit

Reisen mit Kindern in Namibia - Vorsorge ist wichtig

Mit Kindern nach Namibia zu reisen ist im Prinzip mit wenigen Gesundheitsrisiken verbunden. Grundsätzlich erkranken Kindern aber häufiger als Erwachsene. Deshalb ist es wichtig, eine entsprechende Reiseapotheke zu haben. Außerdem sollte man sich bei jeder Reise überlegen, wie sich die eigenen Kinder verhalten, welche Grundkrankheiten (z.B. Allergien) sie haben und wie man als Eltern damit umgeht.
Private Krankenhäuser gibt es in Namibia in Windhoek, Swakopmund, Walvis Bay, Otjiwarongo und Ongwediva. Diese Krankenhäuser haben einen hohen Standard der medizinischen Versorgung. Es ist aber in jedem Fall ratsam, eine Krankenversicherung für das Ausland abzuschließen, die eine Notfall-Evakuierung, ambulante und stationäre Behandlung oder den Versand von Arzneimittel übernimmt.

Impfungen
Empfohlen werden die im Heimatland üblichen Impfungen sowie gegen Polio, Tuberkulose, Masern, Diphterie, Tetanus und Keuchhusten. Weiterhin bleibt zu überlegen, inwieweit die Familie Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung oder Tieren hat. Dann wäre auch eine Hepatitis (besonders) A und B-Impfung bzw. Tollwutimpfung empfehlenswert. Gelbfieber- und Typhus-Impfungen sind nicht notwendig.

Malaria-Prophylaxe
In den vergangenen Jahren hat sich die Verbreitung der Anopheles-Mücke nach Süden ausgebreitet, während der Parasit Plasmodium falciparum (einzelligen Parasit, der als Krankheitserreger der lebensgefährlichen Malaria tropica beim Menschen überragende Bedeutung hat) zunehmend resistent gegen die Prophylaxe geworden ist.
Es ist deshalb immer wichtig zu beachten, wann man nach Namibia reist, wohin und wie lange. Das Malariarisiko ist während der Regenzeit (Oktober bis Mai) im Norden (zentraler Norden, Regionen Kavango und Caprivi) besonders hoch. Die zentralen und zentralnördlichen (inklusive Etoscha-Nationalpark) Landesteile weisen nur in der Regenzeit ein gewisses Malariarisiko auf, der äußerste Nordwesten, die Küste und der südliche Landesteil sind keine gefährdeten Gebiete. Besuchern, die in Malaria-Gebiete reisen wollen, wird empfohlen, sich bei ihrem Arzt oder direkt im Urlaubsland über eine Prophylaxe zu informieren.
Da die Inkubationszeit von Malaria mindestens sieben, höchstens zwölf Tage beträgt, befinden sich viele Reisende bereits wieder in der Heimat bzw. in einer Stadt, wo sie problemlos behandelt werden können, wenn die Malaria ausbricht. (Symptome: Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Durchfall und Erbrechen) Sollte man aber länger als die genannte Zeit unterwegs sein, empfiehlt sich ein Malaria-Schnelltest, der in der Apotheke erhältlich ist. Von einem Arzt in Namibia kann man sich des Weiteren die Medikamente für die Behandlung mitgeben lassen, wenn man weiß, man ist lange im Busch und hat keine Möglichkeit Krankenhaus oder Arzt zu erreichen. Es ist empfehlenswert, sich die Medikamente vor Ort verschreiben zu lassen, da der Malariaerreger bereits gegen einige Wirkstoffe resistent ist.
Prinzipiell ist es immer besser, mit entsprechenden Mitteln Malaria vorzubeugen:
- lange Hosen und langärmlige Hemden, bzw. T-Shirts, besonders in der Dämmerung,
- Moskitocremes oder -sprays
- Moskitonetz
- Anti-Mücken-Hilfsmittel (z.B. Anti-Mückenspi- rale)
- Fenster und Türen weitgehend geschlos- sen halten, wenn keine entsprechenden Schutzgitter vorhanden sind

Sonnenschutz
Besonders im hiesigen Sommer ist es für Kinder und Erwachsene wichtig, entsprechende Schutzmaßnahmen gegen Sonnenbrand zu treffen.
- Creme mit hohem UV-A und UV-B-Lichtschutzfaktor (LSF 20 oder höher, je nach Empfindlichkeit der Haut) verwenden
- besonders in der Mittagszeit den Aufenthalt in direkter Sonne vermeiden
- Hüte und lange Kleidung ist besonders für Kinder beim Spielen wichtig
- auch an der Küste unbedingt Sonnenschutzcreme und/oder entsprechende Kleidung verwenden

Reiseapotheke
Neben der Medizin, die auch zuhause eingenommen wird (z.B. bei Allergien), ist ein Erste-Hilfe-Koffer immer sinnvoll. Zu beachten ist, dass nicht jedes Medikament, das für Erwachsene geeignet ist, auch bei Kindern verwendet werden kann. Deshalb sollte man sich darüber genau beim Hausarzt informieren. Abhängig davon, ob man sich in der Nähe einer Stadt aufhält, wo es Apotheken gibt, sollte man die Reiseapotheke entsprechend zusammenstellen.
Wichtig, wenn sie mit Klein- oder Schulkindern unterwegs sind:
Fieberthermometer
Mittel gegen:
Durchfall Erbrechen/Übelkeit, Erkältung, Fieber, Schmerzen (Wirkstoff Paracetamol wird für Kinder empfohlen), Husten, Halsschmerzen, Verstopfung, Blähungen, Augenentzündung
Außerdem bekommen Kinder bei Erkältung oft Ohrenschmerzen. Deshalb entsprechende Tropfen mitnehmen. Elektrolytlösungen sind wichtig, z.B. bei anhaltendem Durchfall.
Erste-Hilfe bei Verletzungen
Verbandsmaterial (Pflaster, Verbände, Kompressen usw.)
Wunddesinfektion (nicht brennende Lösungen)
Salben gegen Verbrennungen und Verstauchungen
Splitterpinzette

Zu beachten: In Namibia herrschen oft sehr hohe Tagestemperaturen, deshalb können Zäpfchen aufweichen und andere Mittel (bei über 40 Grad Celsius) unbrauchbar werden. Die Reiseapotheke sollte deshalb möglichst kühl aufbewahrt werden. Dauermedikamente sollte mit ausreichendem Vorrat und nicht (bzw. nur ein Teil) im Koffer transportiert werden, falls das Gepäck verspätet ankommt.

Lebensmittel und Wasser
Das Wasser in Windhoek kann problemlos getrunken werden. Auf Eiswürfel im Erfrischungsgetränk muss keiner verzichten, genauso wenig wie auf Eiscreme. Bei Lebensmittel sollte man aufgrund der Hitze immer darauf achten, dass sie frisch bzw. entsprechend gekocht oder gebraten sind. Die hohen Temperaturen können leicht zur Austrocknung des Körpers führen. Daher ist es wichtig, regelmäßig Wasser zu trinken (mindestens 3-4 Liter pro Tag).

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