02 Februar 2021 | Natur & Umwelt

ReconAfrica verlängert Frist für Beiträge

Windhoek (ste) • Seitdem das kanadische Gas- und Ölexplorationsunternehmen Reconnaissance Africa (ReconAfrica) seine umstrittene Umweltverträglichkeitsstudie in Auftrag gegeben hatte, geriet das Bergbauunternehmen zunehmend unter Druck, weil der Leiter dieser Studie, Dr. Sindila Mwiya, scheinbar alles daran zu setzten schien, diesen Auftrag intransparent auszuführen. Gestern lenkte das Unternehmen zum ersten Mal ein.

Kurz vor Mittag schrieb die Umweltfachkraft Dr. Chris Brown – Geschäftsführer der Namibischen Umweltkammer (Namibia Chamber of Environment, NCE) -, dass ReconAfrica einer Verlängerung der Frist für schriftliche Einwände und Gegendarstellungen bis zum 12. Februar zugestimmt habe. Doch danach fand ReconAfrica zu seinem alten Trott zurück, denn die NCE bat ohne Erfolg darum, die heutige öffentliche Präsentation und Versammlung live übertragen zu dürfen - der Namibia-Media-Holdings-Verlag hatte sich dazu bereiterklärt, eine solche Live-Übertragung kostenlos vorzunehmen.

„Ich habe versucht, ReconAfrica dazu zu bringen, dem Live-Streaming zuzustimmen. Sie hatten drei Ausreden: (a) rechtzeitig eine Firma in Namibia zu finden, die das kann. Namibia Media Holdings war begeistert und wollte es über seine Medien-Plattformen ausstrahlen; dann war es (b) plötzlich nicht die ‚Norm'. Mein Argument, dass der Zweck öffentlicher Konsultationen darin besteht, alles daran zu setzen, sich mit Interessenträgern und betroffenen Parteien auszutauschen und dass es keine ‚Norm' gibt, wurde ignoriert. Dabei wäre in der Zeit von COVID-19 Streaming die ideale Lösung für ein Projekt, das sich regionalem und internationalem Interesse erfreut; (c) zuletzt wollten sie drei Kostenvoranschläge, entschlossen sich aber dann doch gegen das Streaming, obwohl es nichts gekostet hätte“, schrieb Brown. „Ich hoffe, dass NMH es trotzdem tut!“

Indessen drücken Fachkräfte ihr Erstaunen über weitere Verfahrensweisen aus. So wunderte sich ein Beobachter aus Nordamerika: „Es ist mir unverständlich warum ReconAfrica sofort mit dem Bohren begann, um erst danach eine ordentliche seismische Messung vorzunehmen. Normalerweise wird es schon aus Kostengründen genau anders herum getan.“

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