11 November 2020 | Lokales

Rassismusvorwürfe erhoben

DHPS im Fokus einer Debatte über Diskriminierung und Untätigkeit

Medienberichten zufolge werden gegen die Deutsche Höhere Privatschule Windhoek (DHPS) Rassismusvorwürfe erhoben und der Schule Untätigkeit in diesem Bereich vorgehalten. Die DHPS-Schulleiterin, Kristin Eichholz, stellt unterdessen klar, dass die Schule solche Vorwürfe ernst nimmt.

Von Steffi Balzar, Windhoek

Laut einer namibischen Tageszeitung seien schwarze Schüler an der DHPS eigenen Aussagen zufolge Rassismus ausgesetzt und dass die Schule diese Vorkommnisse herunterspielen. Diese Aussagen basieren laut der Zeitung auf einem Bericht, der im Juli 2020 im Rahmen eines Dialogs zum Thema Diskriminierung erstellt wurde, der von Schülern der Klasse elf und zwölf sowie einigen Lehrern initiiert wurde. „Der Bericht macht deutlich, dass schwarze Schüler zahlreiche auf Rassismus bezogene Probleme zu Sprache gebracht haben, jedoch scheint die Schule diese zu ignorieren“, heißt es in der Zeitung ferner.

Die DHPS veröffentlichte am Montag eine Presseerklärung, in der sie ihren generellen Standpunkt zum Thema Rassismus und die Vorgehensweise der Schule diesbezüglich darlegt. In der besagten Zeitung heißt es: „In der Erklärung beteuert die Schule, dass alles in Ordnung ist. Stimmen zufolge ist diese jedoch ein Anzeichen dafür, dass die Schule alles abstreitet“. In der DHPS-Erklärung, die der AZ vorliegt, heißt es unter anderem: „Wir sehen es auch als Tatsache an, dass Diskriminierung nicht der Geschichte angehört und nach wie vor eine der größten Herausforderungen der namibischen Gesellschaft und damit auch an unserer Schule unter unseren Schülern ist...“.

Die Schulleiterin der DHPS, Kristin Eichholz, sagte gestern in einem Gespräch mit der AZ: „Die Schule spielt Rassismusvorwürfe nicht runter und bestreitet diese auch nicht. Wir sind sehr betroffen, dass es solche Vorfälle an der Schule gibt und wir wissen, dass noch ein langer Weg vor uns liegt.“ Die Schule habe 2016 eine Arbeitsgruppe gegründet, durch die das Thema Rassismus offen behandelt werden solle. An diese sei auch der protokollierte Dialog der Oberschüler weitergeleitet worden, der oben angesprochen wird, mit dem Ziel eine Bestandsaufnahme vorzunehmen und weitere Initiativen zu besprechen. „Die Arbeitsgruppe ist ein Forum, durch das beispielsweise Anti-Rassismus-Training initiiert werden kann. Disziplinarmaßnahmen in Bezug auf Diskriminierung fallen weiterhin in den Bereich der Schulleitung“, so Eichholz. Der Schule liege es am Herzen, die Betroffenen zu schützen, deshalb gebe es keinen öffentlichen Zugang zu diesen Vorgängen.

„Meine größte Sorge ist nun, dass Schüler sich nicht mehr trauen, offen anzusprechen, wie sie sich fühlen und was sie bedrückt“, so Eichholz. Laut der Schulleiterin darf dies auf keinen Fall passieren, denn dann könne sich nichts ändern. Ein offener Umgang mit dem Thema sei sehr wichtig, denn sonst werde man nur in dem Vorwurf steckenbleiben.

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