27 August 2020 | Leserpost

Rassismuskarte gezeigt

Betr.: „Hetzkampagne gegen Gärtner“ (27.07)

Rassismus und Vetterwirtschaft erfreut sich ungeahnter Aktualität seit SWAPO Macht im Land bekam, obwohl sie dagegen antrat. Diese Übel wurden nicht nur staatlicherseits unter Afirmative action und Korruption implementiert, sie inspirieren auch den Arbeitnehmer, der sich am Arbeitsplatz „benachteiligt“ fühlt, gegen den Chef zu Felde zu ziehen, wie geschildert gegen den Geschäftsführer der NCAA in einem internen Arbeitsstreit. Und Stimmung zu machen, dazu gibt es soziale Medienkanäle. Nachdem die Luftfahrtbehörde NCAA mit ihrem Chef Reinhard Gärtner gezwungen war, befristete Arbeitsverträge für einzelne Fachkräfte abzuschließen, um einen Standard in der zivilen Luftfahrt zu erreichen, sah er sich öffentlichen Angriffen ausgesetzt.

Was half, dass der Pilotenverband AOPA vor Verleumdungen und Unterstellungen warnte, wo Rufschädigung ohnehin in dieser Industriesparte fehl am Platz ist? Die suspendierte Angstellte, die das tat, konnte sich der Unterstützung der Regierung, hier des Transportministers, gewiss sein. Gepflegte Kontaktkanäle zu Regierungsstellen sind immer dienlich in Namibia. Werden doch eigene Anwaltskosten gespart und Gewerkschaftsteilnahme ebenso. Beiseite geschoben ist die anstehende Prüfung durch die internationale Luftfahrtorganisation ICAO und, dass die NCAA die Aufsichtspflicht erfüllen muss bei Flugsicherung wie auch bei Kontrollen auf den Flughäfen angesichts der Gefahr von Schmuggelei und Krankheitserregern wie derzeit. Sie garantiert die bei der Luftfahrt lebenswichtigen Transportwege. Doch es wird Verantwortung, die mit Qualität der zu leistenden Arbeit zu tun hat, mit Rassismus von Einigen verunglimpft, insbesondere, wo der Vorgesetzte ein Deutschstämmiger, also Weißer ist.

„Legal diskriminiert“

Wenn Farbige verschiedener Herkunft untereinander in Streit geraten, ist kein Vorwurf von Rassismus zu hören, seien es Parteiabtrünnige, Ex-SWATF-Glieder, ECN-Kritiker (Amupanda, Swartbooi, Diescho, Fleermys, Kahiriri) oder NamRights-Direktor Ya Nangoloh und Buchautor Oiva Angula („Swapo Captive“). Beharrt aber ein Weißer auf seine Anordnungen auf Grund seiner Gewissenhaftigkeit zu seiner Aufgabe, wird ihm die Rassismuskarte gezeigt. Dabei ist gerade die Produktivitätsschwäche und unzuverlässige Dienstleistung in weiten Teilen der Bevölkerung der Grund für Namibias Gradierung zum „Junk status“. Eckhard Mueller und Heimo Hellwig waren auch Felsen gegen heutigen Werteverlust - beide marktorientierte Ausbilder. Sie hatten bei NIMT (Institut für Bergbauausbildung) mit gleicher Anfeindung aus ihrem internen Arbeitskreis zu kämpfen und die Premierministerin wusste davon, bis es knallte. Weiße sind die einzige Volksgruppe gegen die legal diskriminiert werden darf. Weltweit.

Dass unterschiedliche kulturelle Wertmaßstäbe nichts mit der Herkunft der Personen zu tun haben müssen, wo es eigentlich nur darum geht, einem Arbeitsprodukt die Qualität zukommen zulassen, die es verdient, zeigte schon ein Gerichtsurteil 2016, das zwei Kunden von M&Z untersagte, gegen den deutschen Autohändler ihre Schmähkampagne fortzusetzen. („Gericht untersagt Twitter-Diffamierung“, AZ 20.6.16). Der Verkaufsleiter damals:

Prozessieren oder packen

„Sie fühlen sich über dem Gesetz und greifen auf Drohungen, Erpressungen, Beleidigungen und Verleumdungen zurück.“ Wer hat also tatächlich Arroganz, Unterdrückung, Rassismus und Diskriminierung ausgeübt? M&Z war genötigt, gerichtlich vorzugehen; aber welche Privatperson kann sich das leisten? Da der Staat die Gesetze macht, müssen „Deutsche“ für ihr Recht prozessieren oder packen. Ernüchterndes Resultat: In den Statistiken kommt der „German tribe“ bereits schon nicht mehr vor. Die Wirtschaft des Landes wird mit Umverteilung, Anteilhabe, Gleichstellung, Landumverteilung (BEE, AA, NEEEF, EE, Resettlement) konfrontiert. Entlässt aber ein Farmer (Steuerzahler) einen unzuverlässigen Arbeiter, ist er ein Rassist. Oder: Ist ein Weißer im Besitz von Farmland, dann nur, weil seine Vorfahren Rassisten waren.

Wenn ein Betrieb aus deutscher Zeit über Generationen erhalten wurde, denn seine Einnahmen deckten die Ausgaben, dann gehört er Rassisten und wird „reparationspflichtig“. Wen wundet dann, wenn Wilderei unter den Augen der Polizei existiert und den Farmer einsperrt, der sein Lebenswerk mit der Waffe verteidigen will, wie geschehen?

Mit freundlichen Grüßen, Bernd Seefeldt

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