27 Dezember 2012 | Kommunikation

QR-Codes - Was verbirgt sich hinter diesen Punktehaufen?

QR-Codes heißen diese Punktehaufen. QR steht für Quick Response bzw. schnelle Antwort - und das darf man wörtlich nehmen. Wenn man solch einen QR-Code irgendwo sieht, greift man sich sein Handy, startet eine QR App. und dann wird gescannt und schon erscheint die entsprechende Information im Display des Handys. Dies können Textnachrichten oder Telefonnummern und Adressen sein, sehr häufig sind es Webadressen, damit man sich dann im Internet weitergehend informieren kann.

Mittlerweile findet man solche QR-Codes deswegen überall: in Zeitungen und Zeitschriften zum Beispiel, teilweise auf Tassen oder T-Shirts, auf Plakaten oder großen Werbetafeln. Auch in Museen sind solche QR-Codes angebracht, an Denkmälern oder Haltestellen, um Fahrplaninformationen zu erhalten. Und es gibt sogar kuriose Beispiele: So gibt es mittlerweile auch Grabsteine mit QR-Codes und auch da ist der Gedanke der, dass man diesen QR-Code scannt und dann mehr Informationen über den Verstorbenen bekommt oder teilweise auch im Online-Kondolenzbuch landet.

Wie kann ich diese Codes lesen?

Wer mitmachen möchte, weil diese QR-Codes jetzt immer mehr verbreitet sind, der braucht ein modernes Smartphone und die passende App (Applikation/Anwendersoftware), die diesen QR-Code scannt und verarbeitet. Eine solche App ist schnell gefunden. Es gibt jede Menge solche Apps für jedes Smartphone-Modell und jeden Tablet-Computer. Die meisten Apps sind kostenlos und reichen für den Anfang auch völlig aus. Einfach im jeweiligen Appstore (Apple, Blackberry, Andoid oder Windows) nach "QR Code" suchen. Danach eine App auswählen, installieren und loslegen.

Die Handhabung ist wirklich einfach: Entdeckt man irgendwo einen QR-Code, etwa in einer Zeitschrift oder wie hier in diesem Artikel, einfach die App starten, mit der Kamera den Code einfangen und warten, bis der Scanner den Code gelesen und verarbeitet hat. Bei guten Apps und guter Beleuchtung dauert dies meist nur ein bis zwei Sekunden und schon erscheint die Information oder Webseite im Smartphone.

Diese QR-Codes findet man aber auch beispielsweise auf Visitenkarten und da sind sie wirklich praktisch. Man kann man einfach den QR-Code mit dem Handy abscannen, die Adresse und Telefonnummer speichern und hat sie dann da, wo man sie braucht, eben im Handy.

QR-Code Lesen und selbst erstellen

Man kann diese QR-Codes aber natürlich auch selbst erstellen, zum Beispiel wenn man selbst solche mit QR-Code versehenen Visitenkarten erstellen oder Werbung machen möchte - dafür braucht man kein Informatik Studium. Es gibt passende Lösungen, um solche QR-Codes zu erstellen. Dies können einige Apps, die dann aber oft nicht mehr kostenlos sind, oder man wird natürlich im Internet fündig.

Solch einen Programmcode selbst zu erzeugen ist ganz einfach. Zum Beispiel unter www.GOQR.me. Zunächst gibt man dort den Text ein, der in den QR-Code verpackt werden soll. Danach legt man die Größe des QR-Codes fest: klein für Visitenkarten, groß für Plakate - und schon ist der QR-Code erzeugt. Nun kann man den QR-Code speichern, drucken, weiter verarbeiten. Danach kann man alles mit dem Code anstellen: Visitenkarten kreieren, Tassen oder T-Shirts bedrucken und, und, und...

Vertrauen ist gut...

...Kontrolle besser! Wie bei so vielen automatisierten Vorgängen sollten Sie auch einem QR-Code nicht blind vertrauen. Mittlerweile gibt es Fälle, bei denen öffentlich zulängliche QR-Codes, z.B. auf Plakaten, von Dritten mit anderen QR-Codes überklebt worden sind. Wenn Sie einen solchen Code scannen, erhalten Sie dann natürlich nicht die ursprünglichen Informationen, sondern landen im schlimmsten Fall auf einer Webseite mit schädlichem Inhalt. Die meisten Apps haben jedoch einen Sicherheitsmechanismus eingebaut, der Sie davor schützt.

Stefan Peim, Swakopmund ([email protected])

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