24 November 2016 | Politik

Protestler fordern den Abbruch des Genozid-Dialogs

Windhoek/Swakopmund (fis) • Beim Besuch der Sondervermittler der namibischen und deutschen Regierungen in Swakopmund hat eine Protestlergruppe den Abbruch der Genozid-Verhandlungen gefordert. Begründet wurde dies mit der mangelnden Einbeziehung in die Gespräche zwischen Repräsentanten beider Regierungen.

Ruprecht Polenz, Beauftragter der Bundesrepublik Deutschland, und sein Amtskollege Zed Ngavirue von der namibischen Seite waren gestern in Swakopmund und trafen dort auf eine Protestgruppe, bestehend aus Herero- und Nama-Vertretern. Das Stadtratsmitglied Uahimisa Kaapehi verlas dabei eine Erklärung, in der die mangelnde Einbeziehung der Opfergruppen in die bilateralen Verhandlungen zum Umgang mit dem Kolonialkrieg 1904-08 stark kritisiert wird. Weder die namibische, noch die deutsche Regierung könnten den „Schmerz der betroffenen Gemeinschaften“ definieren, noch deren Interesse bestimmen, wie dieser Schmerz eventuell geheilt werden könne, heißt es.

An Polenz richtete sich die Forderung, sich „zu beweisen“ und dabei von der „Einstellung der deutschen Regierung“ abzuweichen, der man vorwirft, „niemals das menschliche Mitgefühl gehabt zu haben, mit unseren Menschen zu sprechen“. „Weil sie (die Regierung) nicht mit Stämmen (Wilden) spricht“, heißt es weiter.

Kaapehi fordert in seiner Erklärung beide Sondervermittler auf, ihre Regierungen zum Stopp der Verhandungen aufzurufen. „Die zwei Regierungen müssen aus ihren Träumen aufwachen, die Sache ernst nehmen und mit unseren Menschen reden. Erst dann beginnt das wahre Geschäft“, sagte er.

Die zwei Sondervermittler verhandeln seit einem Jahr über einen gemeinsamen Wortlaut für die damaligen Ereignisse, eine Entschuldigung Deutschlands sowie materielle Folgen (Entschädigungsleistungen).

Gleiche Nachricht

 

Geingob verurteilt Zeitung

vor 23 stunden | Politik

Windhoek (ste) • Das Büro des namibischen Staatspräsidenten hat in einer Presseerklärung die Zeitung The Namibian aufs Schärfste angegriffen und kritisiert. Laut der Erklärung bleibt...

Reisende und Sicherheitskräfte wählen Mittwoch

vor 23 stunden | Politik

Windhoek (ste/Nampa) - Laut einer Presseerklärung der namibischen Wahlkommission (ECN), ist es registrierten Wähler/innen, die sich in den Tagen vom 14. bis zum 27....

Staatszugehörigkeit wird Verkaufsware

vor 3 tagen - 08 November 2019 | Politik

Von Catherine Sasman & Frank SteffenWindhoek Im Rahmen eines weltweiten Trends, wird die früher unantastbare Staatsbürgerschaft zunehmend zu einem Handelsgut. Laut einem von der englischen...

Apius Auchab von der UDF

vor 3 tagen - 08 November 2019 | Politik

Apius Auchab ist der Präsidentschaftskandidat der United Democratic Front of Namibia (UDF). Derzeit ist er Abgeordneter der namibischen Nationalversammlung und Mitglied der ständigen Ausschüsse für...

Opposition kritisiert Itula

vor 4 tagen - 07 November 2019 | Politik

Windhoek (NMH/ste) • Die Präsidentschafts-Kandidaten reagierten erstaunt sowie erbost über den Vorschlag seitens des unabhängigen Kandidaten, Panduleni Itula, sich als Kandidaten aus der Wahl zurückzuziehen....

Wahlregister ist vollständig

vor 6 tagen - 05 November 2019 | Politik

Von Frank SteffenWindhoek Das Register sei per Wahlbezirk und demnach per Region vervollständigt und bestätigt worden, gab die namibische Wahlkommission (ECN) jetzt bekannt. Nun stehe...

Im Klartext | Wahl 2019

vor 6 tagen - 05 November 2019 | Politik

Die Einwohner haben selten einen Einfluss auf die Außenbeziehungen eines Landes. Mit wem sich die Landesregierung befasst oder abgibt und welche Auswirkungen dies auf das...

Sorge um Wahlmanipulation

1 woche her - 04 November 2019 | Politik

Von Marc Springer, Windhoek„Die SWAPO hat möglichem Wahlbetrug Tür und Tor geöffnet, indem sie verhindert hat, dass die EVM aufgerüstet werden und für jede digital...

Protest gegen Wahlgeräte: „Ohne Zettel keine Stimme“

1 woche her - 04 November 2019 | Politik

Rund einhundert Menschen haben am Samstag in Windhoek gegen den Einsatz elektronischer Wahlgeräte (Electronic Voting Machine, EVM) demonstriert. Dabei wurde wiederholt „Nieder mit den Wahlgeräten!“...

Frauenrechte relativiert

1 woche her - 01 November 2019 | Politik

Windhoek (ste) • Gestern Morgen berichtete Informationsminister Stanley Simataa bei der Ankündigung der Kabinettsbeschlüsse, dass sich alle namibischen Ministerien verpflichten, sich im Sinne der dritten...