07 September 2020 | Soziales

Protestaktion in Drimiopsis

San-Gemeinde demonstriert gegen Gewaltverbrechen

Mehr Polizei-Präsenz und mehr Toiletten. Das verlangen die Bewohner der Ortschaft Drimiopsis, die in der vergangenen Woche einen friedlichen Protestmarsch nach Gobabis veranstalteten. Auch wollen sie, dass vermeintlichen Vergewaltigern und Mördern keine Kaution gewährt wird.

Von Stefan Noechel

Gobabis/Windhoek

Die San-Gemeinde von Drimiopsis in der Omaheke-Region hat am vergangenen Mittwoch einen friedlichen Protestmarsch gegen Missbrauch und Gewalt an San-Frauen in dem Ort abgehalten. Der Marsch folgt auf den mutmaßlichen Vergewaltigungs- und Mordfall der 27-jährigen Anna Geinamses, die zwischen dem 1. und 2. August 2020 in Drimiopsis entführt, vergewaltigt und schlussendlich ermordet worden ist. Die Leiche wurde drei Wochen, nachdem Geinamses als vermisst angezeigt worden war, in einem Abflussschacht nahe des Hauses des verdächtigten Mörders gefunden. Derselbe Mann wurde am gleichen Wochenende von der Polizei überführt, als er versucht haben soll, ein junges Mädchen zu vergewaltigen.

Eine Gruppe von etwa zehn in schwarz und rot gekleidete Frauen und Mädchen marschierte entlang der Trans-Kalahari-Fernstraße zum Magistrats-Gerichthof und dann weiter zur Polizeiwache in Gobabis. Dort überreichten sie eine Petition, die von 380 Mitgliedern der Drimiopsis-Gemeinde unterzeichnete war, an den stellvertretenden Polizei-Kommissar der Omaheke-Region, Christopher Kalimbula.

In der Petition verlangen die Demonstranten, dass mutmaßlichen Verbrechern wie Vergewaltigern und Mördern das Recht auf Kaution entzogen wird. Zur Begründung sagte Johannes Abusema, der die Petition öffentlich verlas, dass diese mutmaßlichen Gewalttäter nach ihrer Freilassung aus dem Polizeigewahrsam immer wieder die gleichen Verbrechen begingen. Darüber hinaus forderten die Demonstranten ordnungsgemäße sanitäre Anlagen für den Ort. In Drimiopsis gebe es nicht genügend Spültoiletten und die jungen Frauen seien dadurch gezwungen, das umliegende Gebüsch aufzusuchen, wo sie gewalttätigen Handlungen wie Vergewaltigung ausgesetzt seien.

Weiter beklagten die Demonstranten, dass keine Polizei im Ort präsent sei und ebenso keine Polizeiwache bestehe. Ein weiteres Problem ist die stets wachsenden Anzahl an Bars und Shebeens (informelle Kneipen) im Ort. Eine Großzahl ist unlizenziert und keiner hält sich an die COVID-19-Lockdown-Vorschriften.

Als Kalimbula die Petition entgegennahm, versicherte er den Demonstranten, dass er ihre Petition an die rechtmäßigen Personen weiterleiten werde. „Wir können bestätigen, dass uns der Fall Geinamses bekannt ist und wir werden alles dransetzten, die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen“, so Kalimbula.

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