28 Dezember 2012 | Lokales

Protest gegen UNO-Angst war nutzlos

Windhoek - Laut den Geschäftsleuten Jesko Woermann und Heike Ritter vom häufig frequentierten Einkaufszentrum in Klein- Windhoek hat die Stadt die Petition der Bürger einfach ignoriert, wie sie bei einer Sitzung der Interessenträger des Parkplatzdebakels vor drei Wochen erfahren mussten.

Allen direkten, schriftlichen Fragen der AZ an den UN-Landesdirektor Musinga Bandora und seinen Sicherheitsmann Johnny Katzao, ist die Weltorganisation vor Ort mit einer Ausnahme ausgewichen. Die ersatzlose Abschaffung der Parkplätze ab dem 2. November 2012 sei aus "Sicherheitsgründen" notwendig, so Katzao. Die AZ-Frage, ob das lokale UNO-Management sich plötzlich nach sechs Jahren an dem Standort in Klein-Windhoek bedroht fühlt oder ob die Anforderung, der sich die Stadt Windhoek und der Polizeibefehl beugen, vom UN-Hauptquartier aus New York gekommen ist, haben Bandora und Katzao unbeantwortet gelassen. Die AZ haben sie an den Polizeibefehl verwiesen. Die Fragen an den obersten Polizeichef und seinen Sprecher Edwin Kanguatjivi, blieben sechs Wochen lang trotz Drängen und Betteln unbeantwortet, bis die AZ der PR-Abteilung zu lästig geworden ist. Von der UNO und von der Polizei wollte die AZ wissen, welche Bedrohung und Gefahr sich seit der Errichtung des lokalen UN-Hauptquartiers vor rund sechs Jahren "im friedlichen Namibia" abzeichnete, dass die UNO, die Stadt und der Polizeibefehl 2012 plötzlich 41 öffentliche Parkplätze sperren müssen. Bandora ignoriert diese Frage, während Polizeisprecher Kanguatjivi erwidert: "Die namibische Polizei ist sich keiner solchen Veränderung im friedlichen Namibia bewusst." Die Polizei erklärt weiter: "Die Sicherheitsbedenken wurden dem Generalinspektor der Namibischen Polizei (Sebastian Ndeitunga) von der UNO vorgetragen. Die namibische Polizei hatte Vorbehalte und hat die Angelegenheit an die Stadt Windhoek weitergeleitet, die der Eigentümer der betroffenen Bodenfläche ist."

Die folgenden zwei AZ-Fragen haben sowohl UN-Direktor Bandora als auch die Polizei unbeantwortet gelassen: "Inwiefern wird der zusätzliche Fünf-Meter-Streifen an der Otto-Nitzsche-Straße, den die UNO beansprucht, das Sicherheitsarrangement am UN-Haus verändern?" Und: "Sollten die Kunden und Angestellten der Geschäftsunternehmen sich ebenfalls um zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen Sorgen machen, wie die UNO?" Während Bandora überhaupt schweigt, reagiert der Polizeisprecher mit "Kein Kommentar."

Die AZ erfährt, dass die UNO eigentlich einen Sicherheitsstreifen von 20 Metern, gerechnet von ihrem Glaspalast, beansprucht, der die Otto-Nitzsche-Straße sowie einen Teil der noch verbliebenen Parkplätze einnehmen würde. Angeblich hat das UN-Hauptquartier in New York nach einem Anschlag auf die UN-Amtsstelle in Nairobi nunmehr pauschale Sicherheitsvorkehrungen für alle anderen UN-Geschäftsstellen auf dem Kontinent Afrika angeordnet. Bei der Sitzung der Anlieger mit der Polizei und Stadtvertretern Windhoeks hat die UNO vor drei Wochen von der Woermann Brock-Gruppe das Angebot erhalten, das UN-Gelände mit Gebäude zu kaufen, so dass sich die UNO anderswo in Windhoek mit allen Sicherheitsvorkehrungen ein neues Quartier errichten könne. Die UN-Vertreter sind auf das Angebot nicht eingegangen, so dass es passieren kann, dass sie demnächst noch den vollen 20-Meterstreifen beanspruchen werden.

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