06 April 2020 | Tourismus

Promi sorgt für Empörung

Shitstorm wegen Etoscha-Foto: Behörden wollen ZDF-Star belangen

Ein deutscher Kunst- und Antiquitätenhändler hat mit einem Foto von seiner Namibia-Reise einen Shitstorm ausgelöst. Fabian Kahl, Star der ZDF-Sendung „Bares für Rares“, hat sich nun entschuldigt, doch das namibische Umweltministerium will ihn dennoch belangen.

Von Erwin Leuschner

Swakopmund

Das umstrittene Foto hat der Star der ZDF-Fernsehsendung „Bares für Rares“, Fabian Kahl, zu Monatsbeginn auf den sozialen Netzwerkplattformen Facebook und Instagram hochgeladen. Die Aufnahme ist aber schon Anfang Februar im Etoscha-Nationalpark entstanden und zeigt, wie er auf einem Stein hockt, auf dem deutlich geschrieben steht: „Stay in your car!“ – auf Deutsch: „Bleiben Sie in Ihrem Auto.“

„Da soll mich doch der Löwe holen“, schreibt Kahl dazu. Er behauptet: „Natürlich stand unser Camper direkt hinter mir, sodass ich nur kurz aus dem Auto gesprungen bin, um dieses eine Foto aufzunehmen.“ Allerdings haben mehrere Personen schnell ihre Empörung über die Handlung des 28-Jährigen ausgedrückt: „Wie bescheuert Touristen doch sind, oh mann!“, kommentierte eine Namibierin. „Sehr leichtsinnig, kein gutes Beispiel. Schade”, lautete ein anderer Kommentar. Ein Kahl-Fan schrieb indes: „Ich schau die Sendung hauptsächlich wegen Dir und bin ein großer Fan von Dir, aber Dein Handeln verstehe ich nicht. Dieses Verhalten hätte ich Dir nie zugetraut, schade.”

Erst nachdem die Empörung deutlich wurde, hat sich Kahl für das Foto entschuldigt. „Ich bin mit meinem gestrigen Post etwas zu weit gegangen. So ist zumindest mein Eindruck der Kommentare bei Instagram und Facebook. Dafür möchte ich mich entschuldigen“, schrieb er. „Namibia ist ein wundervolles Land und das kann man auch genau so gut aus dem Auto heraus genießen. Dass ich mit diesem Foto kein gutes Vorbild war, ist mir nun bewusst, und ich danke euch für eure harte aber faire Kritik.“

Doch eine Entschuldigen reicht dem Ministerium für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus nicht, denn es sei kein Einzelfall. Die zuständigen Behörden hätten mit Besorgnis festgestellt, dass immer mehr Besucher gegen die Parkregeln und -vorschriften verstoßen würden. „Besonders die Anzahl Personen, die in den Nationalparks aus ihren Fahrzeugen aussteigen, hat zugenommen“, heißt es. „Dieses Verhalten ist in Namibia verboten.“ Das Ministerium habe das Foto von Kahl mit Sorge zur Kenntnis genommen. „Sobald die Person auf dem Foto identifiziert wurde, werden entsprechend der Vorschriften der hesigen Naturschutzverordnung Maßnahmen ergriffen“, heißt es abschließend.

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