06 September 2019 | Leserpost

“Problem ist nicht zu lösen”

Betr.: „Flora im Swakop-Rivier bedroht“ (AZ 16.8.19)/ „Swakop-PPRC-Komitee droht das Aus“ (AZ 23.8.19)

Sehr geehrter Herr Leuschner,

in Swakopmund zerstören Einwohner, denen Häuser gegeben und Land zur Ansiedlung urbar gemacht wird, Tier- und Pflanzenwelt im Rivier auf der Suche nach Brennholz im Winter. Die Stadtverwaltungen übernehmen keine Verantwortung. Niemand hält sich für zuständig, weil dort Staatsgrund ist, auch nicht das MET. Es befinden sich wohl genügend Verwandte in den Dienststellen, die aus persönlichen Gründen wegsehen.

Das also ist der Rechtsstaat, wo Zuständigkeit verschoben und auf die lange Bank geschoben wird, bis alles unter den Tisch fällt. Gesetze, denen Konsequenzen nicht folgen, bleiben wertlos. Die wilden Stadtrandsiedlungen (legalisiert zur DRC) mit Bokkiewächtern aus ländlichen Gebieten weiten sich zunehmend aus. Das ist das Ergebnis des Freiheitskampfes für freie Niederlassung, ohne Wohnortangabe, ohne Geburtenbegrenzung und Beachtung der Erziehungs- und Lernpflicht. Bei dem jetzigen wirtschaftlichen Niedergang treten die Sünden der Vergangenheit zutage, was allerdings auch eine Chance zu mehr Selbstbesinnung an manchen Orten beinhaltet. Die gleiche Erfahrung wie Tour-Unternehmer im Dorob-Gebiet macht die Swakopmunder Privatinitiative (PPRC) mit den Behörden. Niemand will etwas gegen Belästigung von Touristen und Café-Besuchern durch Bettler und Straßenverkäufer (hawker) bei Stadt und Polizei unternehmen. Was ist zu tun?

Es gab vor Weihnachten ein Treffen von Insp. Tobie Gerber mit der Öffentlichkeit, wo er sich über zu geringe Beteiligung der Bürger beklagte.

Als ich meine Mithilfe Com. Eibeb bei Straßenblockaden anbot, lehnte er ab und meinte: „Wir hatten Leute ohne Arbeit, die in der Wache rumsaßen und glaubten, so in den Polizeidienst zu kommen“. Was mir bereits seit Jahren auffiel, waren die Cellphon-Verkäufer in der Stadtmitte (geduldete Hehlerei). Vor einem Jahr suchte ich Abhilfe wegen der Belästigung bei einer Zeitung, CEO Office Mun, PPRC, Traffic Police und NamPOL. Hier die Antworten: Gerichte benötigen Beweise.

Lösung nicht in Sicht. Die Stadt sagte: Personen in gelben Jacken mit Emblem sind geprüft, alle anderen üben illegale Tätigkeit aus. Für eine Anklage ist NamPOL zuständig. Fr. Kötting sagte: Das Straßenhändler-Problem ist nicht zu lösen. Die Händler sind jeden Tag dort. Das städtische Gesetz nimmt die Verkehrspolizei in die Pflicht, NamPOL ist für Kriminelle zuständig. Es heißt, sich zu arrangieren, die Leute in Zimbabwe leben auch noch. Trudi Auchabob (Traffic Dept.)

sagte: Die Stadt arbeitet an einer neuen Gesetzesfassung (das alte gültige Gesetz spricht von Schwarzen) zur Vorlage an das Justizministerium. Die Schnellgerichte für Verkehrssünder in Windhoek haben 15 Jahre gedauert. Wenn sie uns (Verkehrspolizei) rufen, können wir niemand festnehmen, nur eine Bußgeldstrafe verhängen, wenn er keine gelbe Uniform trägt. Aber das Gericht wird den Fall nicht bearbeiten, wenn der Angeklagte falsche Namen oder keinen festen Wohnsitz angibt, wohin eine Vorladung geschickt werden muß. Com. Eibeb (NamPOL) sagte:

Auf Grund der BY-laws muß die Verkehrspolizei eingreifen, NamPOL fehlt die gesetzliche Grundlage. Wenn ein Ansuchen vom Traffic Dept. an NamPOL mit Bitte um Einschreiten ihn erreicht, wäre er dazu bereit. Er hat aber nur acht Leute/Schicht auf der Straße. Die Regierung spart.

Meine Erfahrung ist, Obdachlosen oder Bettler können lästig sein. Doch wenn ich sie nicht beachte, also einfach ignoriere, verschwinden sie wieder. Das Verkehrteste ist, zu reagieren, denn wo sie Aufmerksamkeit erhalten, festigen sie sich. Handgreiflich wurde mir gegenüber keiner. Wenn die Stadt gelbe Jacken als Genehmigung für Bedürftige herausgibt, sollte es auch welche für Renter geben, die einen Straßenzug oder Geschäft im Auge behalten. Problem gelöst.

Mit freundlichen Grüßen,

Bernd Seefeldt, Swakopmund

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