08 Mai 2019 | Landwirtschaft

Premierministerin präzisiert Dürrehilfe – Notstand verlängert

Regierung stellt 572 Millionen N$ für Maßnahmen zu Gunsten von Viehzüchtern und Ackerbauern bereit

Windhoek (ms) – Die Regierung hat einen Betrag von 572,2 Millionen N$ für Dürrehilfe bereitgestellt. Das hat Premierministerin Saara Kuugongelwa Amadhila gestern in der Nationalversammlung angekündigt und dabei mehr Details zu dem nationalen Notstand geliefert, den Präsident Hage Geingob am Montag wegen der anhaltenden Trockenheit und dem damit einhergehenden Wasser- und Weidemangel ausgerufen hatte.

Dabei wies sie einleitend darauf hin, dass die Nahrungsmittelsicherheit im Lande aufgrund der guten Ernte des Vorjahrs derzeit noch „befriedigend“ sei. Gleichzeitig jedoch warnte sie, dass Subsistenzfarmer ihre Reserven aus dem Vorjahr über die nächsten Monate aufbrauchen würden und dann mit einer Nahrungsmittelknappheit konfrontiert seien. Schließlich habe der diesjährige Ernteertrag im Kommunalgebiet bis zu 80 Prozent und im kommerziellen Farmgebiet rund 15 Prozent unter dem Durchschnitt gelegen.

Darüber hinaus seien Nutztiere vieler Viehzüchter vom Hungertod bedroht, weil in vielen Teilen des Landes aufgrund unterdurchschnittlicher Niederschläge ein akuter Mangel an Weise und Wasser herrsche. Vor diesem Hintergrund werde die Regierung ein umfangreiches Dürre-Hilfsprogramm auflegen, das aus diversen Teilbereichen bestehen werde.

Zum einen sei neben direkter Nahrungsmittelhilfe und dem Einsatz von Wassertankern, die Einführung einer Transportsubvention geplant. Diese solle es vor allem Kommunalfarmern erleichtern, ihre Rinder, Schafe und Ziegen in bessere Weidegebiete zu verfrachten bzw. von anderswo Futter für ihr Vieh anfahren zu lassen. Darüber hinaus sei eine Subventionierung von Ackerbauern geplant und wolle die Regierung bei der Finanzierung von Viehfutter in besonders betroffenen Gebieten assistieren.

Ferner habe die Regierung beschlossen, Viehzüchter finanziell zu unterstützen, die aufgrund der Trockenheit in andere Landesteile ausweichen und dort Weideland für ihre Nutztiere pachten müssten, weshalb der weiterhin geltende Dürre-Notstand verlängert werden müsse.

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