23 November 2018 | Natur & Umwelt

Plastiktüten-Verbot umgesetzt

„Umweltsünder“ ab sofort nicht mehr in Schutzgebieten erlaubt

Es ist eine „neue Ära“, die Umweltminister Pohamba Shifeta gestern eingeläutet hat. Denn von nun an ist die Einfuhr von Plastiktüten in staatliche Naturschutzgebiete tatsächlich verboten. Wer erwischt wird, dem droht eine Geld- und/oder Haftstrafe.

Von Nina Cerezo, Windhoek

Das Verbot von Plastiktüten in staatlichen Naturschutzgebieten ist per se nicht neu: Bereits im April 2017 war eine entsprechende Gesetzesänderung der Naturschutzverordnung (1975) im Amtsblatt erschienen und damit bestätigt worden, doch hat es laut dem Ministerium für Umwelt und Tourismus (MET) seitdem an der erforderlichen Bekanntmachung gemangelt, um das Gesetz tatsächlich geltend machen zu können.

Dies gehöre nun jedoch der Vergangenheit an. Gestern präsentierte Umweltminister Pohamba Shifeta eines der ersten aufgestellten Verbotsschilder vor der Einfahrt zum Daan-Viljoen-Nationalpark westlich von Windhoek. Damit sei „in universell verständlicher Sprache“ das Verbot zum Ausdruck gebracht und Shifeta machte in seiner Ansprache deutlich, dass diese Vorschrift auch ernst genommen werden sollte. „Einer Person, die gegen dieses Gesetz verstößt, droht eine Geldstrafe von bis zu 500 Namibia-Dollar und/oder eine Gefängnisstrafe bis zu sechs Monaten“, zitierte der Minister aus dem Gesetzesbuch.

Um die Besucher der staatlichen Naturschutzgebiete zusätzlich über das Verbot in Kenntnis zu setzen, appellierte Shifeta zudem an Interessensvertreter wie Reiseanbieter, den namibischen Tourismusrat (NTB) oder die Mitarbeiter an den Eingängen zu Nationalparks und Schutzgebieten die Information über die Verordnung in Umlauf zu bringen. Weiter soll die Zahl an Verbotsschildern erhöht werden, so der Minister.

Für die Einfuhrrestriktion gebe es jedoch auch Ausnahmen. So zum Beispiel, wenn es sich explizit um eine Mülltüte handle oder sie für „landwirtschaftliche Zwecke“ genutzt werde. Weiter dürften die Tüten dann in die Schutzgebiete mitgenommen werden, wenn sie als „Probeexemplar oder für Studienzwecke“ diene oder sie Teil einer Verpackung von Lebensmittel sei. Widerverschließbare Packungen seien ebenso erlaubt, erläuterte der Minister.

„Das langfristige Ziel ist es, Plastiktüten vollständig aus Namibia zu verbannen“, beschrieb Shifeta die Zukunftsvision und freute sich über den Anfang, der nun gemacht sei. Auch nannte er in diesem Zusammenhang, einen Import von Plastiktüten aus anderen Ländern zu verbieten und hiesig produzierte Alternativen anzubieten. „Wir werden diese gänzliche Verbannung in den kommenden Monaten durchsetzen“, so Shifeta.

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