02 Februar 2021 | Natur & Umwelt

Phosphat-Abbau in Ordnung

Umweltkammer ist mit Umweltverträglichkeitsprüfung zufrieden

Das Bergbauunternehmen Namibian Marine Phosphate erwartet im März den obergerichtlichen Zuspruch für seinen künftig geplanten Phosphat-Abbau. Jetzt erhält NMP Rückendeckung seitens der namibischen Bergbaukammer, die sich wiederum auf ein Gespräch mit Dr. Chris Brown beruft.

Von Frank Steffen

Windhoek

Erstmals hat sich die namibische Bergbaukammer (Chamber of Mines) für einen maritimen Phosphatabbau eingesetzt und schreibt auf seiner Internetseite: „Der Diamantenabbau im Meer verändert zweifelsohne das maritime Habitat im Bergbaugebiet, doch sind diese Auswirkungen aufgrund der geringen Größe des Vorhabens verglichen mit dem Umfang des gesamten marinen Ökosystems kaum der Rede wert. Der Meeresboden erholt sich im Laufe der Zeit, auch wenn verschieden schnell, abhängend davon, welche Gegend betrachtet wird.“

Seit August 2017 hat das Unternehmen Namibian Marine Phosphate (NMP) regelmäßig die Medien zu Gesprächen eingeladen und sie versucht davon zu überzeugen, dass der Phosphatabbau vor der namibischen Küste keine ernsthaften Folgen für die Fischindustrie und die maritime Umwelt haben wird. Die Bergbaukammer beruft sich jetzt auf ein Gespräch mit der Umweltfachkraft, Dr. Chris Brown von der namibischen Umweltkammer NCE. Dieser weist darauf hin, dass der Phosphatabbau nicht grundsätzlich als Umweltrisiko angesehen zu werden braucht.

Brown bestätigt erneut Ansichten, die er bereits im Jahr 2017 in einem Gespräch mit der AZ vertreten hatte. Das Gebiet, in dem das Phosphat abgebaut werden soll, befinde sich abseits der Hauptfischereigründe und sei obendrein derart klein, dass es keine maßgebliche Auswirkung auf die maritime Umwelt haben würde. Inzwischen ist er auch der Meinung, dass die vorgenommene Umweltverträglichkeitsstudie eine der am gründlichsten ausgeführten je in Namibia sei.

Ohne Ausnahme seien die lokalen sowie internationalen Fachkräfte zu dem Schluss gelangt, dass der Phosphatabbau eine nur minimale Auswirkung auf das Ökosystem und die Fischereiindustrie haben werde. Typisch würde sich der Meeresboden auch sehr schnell von der Diamantenförderung erholen, so Brown. Er befürwortet das Unternehmen, dass eine neue Einnahme für Namibia bedeute. Brown hatte oft argumentiert, dass das verschwindend kleine Abbaugebiet vor Namibias Küste keine ernsthaften Auswirkungen haben könne.

Die Bergbaukammer rechnet indessen damit, dass das Vorhaben künftig 9 Prozent des Bruttosozialprodukts ausmachen könnte, etwa genau so viel wie der gesamte Bergbausektor bisher.

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