07 Juni 2019 | Natur & Umwelt

Pflichtversäumnis der Regierung

Umweltministerium warnt gegen Entwicklung auf Kosten der Nachhaltigkeit

Windhoek (ste) - Das namibische Umweltministerium wehrt sich gegen Behauptungen, die in einer Videoaufnahme enthalten sind, die in den elektronischen Medien zirkuliert. „Das Ministerium für Umwelt und Tourismus (MET) ist über den Inhalt des Videos enttäuscht. Unser Eingriff in den unrechtmäßigen Kahlschlag in den Wäldern der Kavango-Regionen zielt nicht auf die Hemmung der Wirtschaft ab“, heißt es in einer Pressemitteilung der MET am gestrigen Tag.

Der anonyme Sprecher der Video-Aufnahme behauptet, dass die Regierung die Einwohner der Kavango-Regionen im Stich gelassen habe: „Nach 29 Jahren der Unabhängigkeit sind 39 Prozent der Menschen arbeitslos - unter Jugendlichen liegt der Prozentsatz auf 37% - und 43 Prozent leben unterhalb der Armutsgrenze.“. Der Erzähler ist der Meinung, dass der „willkürliche Eingriff der Regierung gegen das Abholzen der Bäume“ aufgrund der nun am Boden liegenden Baumstämme eine Feuergefahr darstelle und die Lokalbevölkerung wirtschaftlich benachteiligt werde „nur weil die chinesischen Regierungspartner sich nicht an die Vorschriften gehalten haben“.

Jugendliche seien von Interessenträgern wie der deutschen GIZ ausgebildet worden und seien imstande eine nachhaltige Forstpolitik zu betreiben. Doch durch das Verbot der MET blieben 3000 arbeitsfähige Menschen ohne Auskommen: „Will die Regierung, dass wir arm bleiben? Sollen nur die Ausländer gut verdienen und das Geld aus dem Land schleusen?“

Umweltminister Pohamba Shifeta ließe sich von seinem Stammesdenken leiten - er sei ein „Tribalist“. Diese Behauptungen treffen laut MET-Pressesprecher Romeo Mungunda nicht zu: „Wir dürfen nicht im Namen einer angeblichen Entwicklung die Vorschriften und die Nachhaltigkeit ignorieren.“ Den Urhebern des Videos stehe es frei sich direkt an das MET zu wenden.

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